die letzten 30 Tage: noch 18 Tage

Abschied, die nächste Stufe.

Silas nochmals feste gedrückt vor seiner ersten großen Pfadfinderfahrt.

Das war schon ein sehr seltsames Gefühl, als er mit seinem Rucksack mit Flo ins Auto stieg, der ihm zum Bahnhof brachte. Zum ersten Mal konnte ich meine Mutter ein kleines Stück weit verstehen, wie es für sie sein musste, als ich immer so durch die Welt reiste. Ich bin so froh, dass sich Silas nun nochmals eine schöne Zeit mit seinen Freunden gönnen kann. Silas war die letzten Tage auch mehr auf Korsika fokussiert, so dass unsere Auszeit eher in den Hintergrund getreten ist. Vielleicht auch ganz gut so.

Für sentimentale Gefühle nahm ich mir nicht viel Zeit. Die To-Do-Liste kam mir da gut gelegen. Mit Cayo habe ich seinen gesamten Kleiderschrank ausgemistet und all die Kleider, die ihm zwar jetzt noch passen aber nächstes Jahr nicht mehr, aussortiert. Ich war wirklich überrascht wie schnell Cayo sich von den Kleidern trennen konnte. Dann packten wir noch einige Kisten in Silas Zimmer. So langsam verändert sich unser Heim Stück für Stück.

Abends war unsere Abschiedsfeier für die Nachbarschaft. Die Regen machte uns einen Strich durch die Gartenparty. Yasmin hatte argentinisches Chili con Carne gekocht, das es neben dem Grillen gab. So bauten wir kulinarisch die Brücke von der Frankfurter Grünen Sauce zu unserer Weltreise. Danke Yasmin!

Unsere Freunde, die bei uns einziehen werden, waren auch da, so dass sie gleich die ganze Nachbarschaft kennenlernen konnten. Es war schön, all die Nachbarn so um sich zu haben. Mir wurde mal wieder bewusst, wie gut wir uns alle hier verstehen und dass dies weit mehr als nur eine Nachbarschaft ist. Das wurde auch bei den Herausforderungen, die uns gestellt wurden, deutlich. Einfallsreich, witzig, mit viel Einsatz gemacht und super bereichernd. So langsam frage ich mich, ob wir für all die Aufgaben nicht länger als 11 Monate brauchen.

Beim Zusammensitzen und quatschen wurde mir wieder einmal mehr klar, dass wir dies viel zu selten in den vergangenen fast 3 Jahren gemacht haben.

An all unsere tollen Nachbarn und Freunde, ihr seid die beste Nachbarschaft, die man sich wünschen kann: einfach der Hammer im Wendehammer!

Was mir bei all dem Abschiednehmen immer klarer wird, wie sehr wir uns hier in Frankfurt eingelebt haben, wie viele Menschen ich liebgewonnen habe und was für ein schönes Fleckchen wir hier gefunden und geschaffen haben.

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