Wie alle Tage, war auch dieser Tag wieder vollgepackt. Um 6.30 ging es los in Richtung Odenwald zu einem Termin. Die Fahrt durch das idyllische Deutschland war für mich wie ein Abschiednehmen – wie schön Deutschland doch ist. Das fällt mir viel zu selten auf.
Die Anspannung ist weg, da wir ja unsere zwei Großprojekte soweit in trockenen Tüchern haben. Das merkte auch mein Körper. Nachmittags machte ich erst einmal einen zweistündigen Komaschlaf, um mich zu regenerieren.
Cayo zuliebe spielte ich eine Runde FiFa17 mit ihm und schlug mich gar nicht ganz so schlecht (für meine Verhältnisse). Es liegt eine seltsame Stimmung in der Luft; jeder von uns ist mit sich selbst und seinen Abschiedsgedanken beschäftigt und gleichzeitig sind wir dabei, alles von unserer Liste abzuarbeiten. Der Abschied lähmt mich ein wenig und daher kostet es mich umso mehr Energie, mich ans Abarbeiten der Liste zu machen.
Flo hatte Cayo versprochen einen Abschiedsbesuch bei unserem „Schnitzel-Inder“ zu machen, ein indisches Restaurant, das zusätzlich auch leckere Schnitzel macht. So kommen alle in unserer Familie auf ihre Kosten: als Vorspeise gibtes indische Samosas und Papadam, dann wählen die Jungs ihre heißgeliebten Schnitzel, während ich mich auf das indisches Essen freue. Während die Jungs ihren Männerabend machten, hatte ich den letzten Besuch bei den Toastmasters mit meiner letzten Rede. Ursprünglich wollte Flo auch mit, da Cayo dann schon wieder alleine gewesen wäre, verzichtete er mir zuliebe darauf und machte ein Männerprogramm. Danke Flo! Ein weiterer Abschiedsabend mit viel neuem Input. Flo und ich wollen mal schauen, wo wir in der Welt alles weitere Toastmaster-Abende besuchen werden. Da bin ich mal mächtig gespannt.