die letzten 30 Tage: noch 2 Tage

Kisten, Kisten, Kisten, … Dokumente, Dokumente,… mehr scheint momentan nicht in meinem Kopf zu sein.So war zumindest mein Gefühl heute frühmorgens 5.30 beim Aufstehen. Da momentan hier überall an jeder Ecke Chaos herrscht, bin ich kurz in mich gegangen und habe dann damit begonnen, mich Zimmer für Zimmer durchzukämpfen. Ging sogar recht flott. Vielleicht sollte ich ja eine Zweitkarriere als Möbelpackerin starten…

Unterbrochen wurde die Packerei durch einen Besuch bei der Notarin, wir haben noch in allerletzter Minuten unsere Vorsorge Vollmacht unterschrieben. Das ist schon ganz schön heftig, wenn die Notarin vorliest, wofür ich alles im Fall der Fälle zustimme. Freiheitsentzug, keine lebensverlängernden Maßnahmen,… Alles ganz genau und detailliert beschrieben, wie das bei den Juristen halt so üblich ist. Da wurde mir beim Zuhören ganz Angst und Bange. Andererseits ist es ja gut, dass dann das passiert, was ich mir in so einem Fall wünsche. Naja, etwas gedrückt bin ich schon aus dem Termin rausgegangen. Testament, Vorsorgevollmacht,… alles Themen, vor denen wir uns seit Ewigkeiten gedrückt haben. Nun da alles erledigt ist, fühlt es sich doch besser an.

Silas kam gegen Spätnachmittag von Korsika zurück: braungebrannt, völlig entspannt und in sich ruhend. Er hatte eine wunderbare Zeit dort verbracht. Immerhin ein Familienmitglied, das nahtlos in den Sabbatical übergehen kann. Ich hoffe ja stark, dass sich dieses Gechilltsein auch auf uns drei anderen überträgt. Momentan ist davon noch nichts zu spüren. Da war dann Waschen, Packen, Silas Pass kopieren und Scannen angesagt.

Ich habe dann noch den Flug von San José nach Quito gebucht, so dass wir es bei der Einreise nach San José einfacher haben, weil je sicher ist, dass wir auch wieder ausreisen werden. Nun haben wir weitere Fixpunkte festgelegt. Quito und Galapagos.

Abends kamen unsere Freunde, die in unserer Abwesenheit unser Haus sitten werden, vorbei. Wie sehr mitgedacht hatten: wir bekamen warme Lasagne und Beerencrumble mitgebracht! Ein echtes Festessen. Die letzten Mahlzeiten sahen nämlich ganz anders aus: Döner, Dürüm, Pizza, Sushi. Immerhin habe ich die letzten Tage sogar mal Nudeln gekocht und Crêpes gemacht!

Wir haben noch die letzten Dinge geklärt und dann habe ich zur Abwechslung weiter an meinen Unterlagen herumgewurstelt, da wir unsere Laptops nicht mitnehmen werden, müssen wir nun unsere uns wichtigen Dokumente zusammensammeln, um auf die externe Festplatte bzw. das Tablett zu speichern.

Abends bin ich dann nur noch ins Bett gefallen.

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