eine Gechmacksexplosion

Die absolute Überraschung beim Obsteinkauf war eine Frucht, die recht unscheinbar wirkte; ein wenig wie ein Grüffelo-Ei: grün und stachelig. Als ich das Teil anfasste, was es sehr weich und wir trugen es vorsichtig nach Hause, nicht dass auf dem Heimweg ein Grüffelo schlüpfte… Als wir mit dem Geschmakcsexperiment begannen, schnitt ich tapfer mit Silas grossem scharfen Pfadfindermesser die Frucht vorsichtig auf. Ich wartete darauf, auf einen grossen Kern zu stossen – aber da war keiner. Das Messer flutschte fast durch die Schale. Als ich die Frucht auseinander nahm, sah das nicht wirklich appetittlich aus. Beigefarben und mit schwarzen kleinen Kernen versehen. Das ganze war zudem noch schleimig. Vorsichtig roch ich daran – der Hammer. Ein Duft strömte in meine Nase. Wie herrlich das roch. Mir kam der Duft sehr bekannt vor. Sehr viel Maracuja war in der Duftnote enthalten. Nun musste ich doch von der schleimigen Masse kosten. Vorsichtig nahm ich das Messer und stocherte ein winziges Stückchen Fruchtfleisch heraus. Als ich den Geschmack auf der Zunge spürte, dachte ich, dass ich im Paradies gelandet sei. Eine betörende Mischung aus Banane, Zitrone, Mango, Marcuja,.. eigentlich alle exotischen Früchte, die man sich denken kann, waren in dieser einen Frucht vereint. Ein Sechser im Fruchtlotto sozusagen. Ich nahm nun einen Löffel und probierte eine größere Menge als die Messerspitze zuvor. Das war zu viel für meine Geschmacksknospen. Ich dachte schon, dass ich in ein Geschmackskoma fallen würde, da der Geschmack derartig intensiv war und mich völlig überforderten. Ich habe immer noch keine Ahnung, um welche Frucht es sich da handelt. Ich werde ihr aber auf den Fersen  bleiben.

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