Adrenalin pur – den Wasserfall runterrutschen

 

Der heutige Ausflug zum Wasserfall war ganz besonders. Als wir müde und verschwitzt (es war wieder recht heiß während der Wanderung) ankamen, war ein Guide mit einer amerikanischen Familie dort und zeigte den dreien, wie sie vom Wasserfall oben runterrutschen konnten. Das letzte Mal hatten das nur die Jungs vom Ort gemacht und ich war mir sicher, dass ich so etwas never ever machen würde.

Die Familie war total begeistert vom Rutschen. Cayo wollte dann unbedingt auch rutschen. All meine Alarmglocken begannen zu läuten. Niemals! Cayo bittelte und bettelte. Ich befragte die Mama, die gerutscht war und die meinte, dass es richtig Spaß machen würde. Flo und ich beschlossen, dass Cayo es versuchen konnte, wenn er wollte. Als er dann da oben am Wasserfall stand, ca. 8 Meter über uns, wurde mir dann doch bang ums Herz. Was ist, wenn er sich wehtut? Die Zeit, bis Cayo den Wasserfall heruntergerutscht ist, kam mir endlos vor. War ich froh als er mit strahlendem Gesicht wieder auftauchte. Dann war es um ihn geschehen.

Immer wieder rutschte er und wollte uns davon überzeugen, dass es total Spaß macht. Ich war hin- und hergerissen. Einerseits sind alle aus dem Wasserfall wieder aufgetaucht und lächelten. Also so schlimm kann es doch nicht sein. Cayo behauptete, es sei wie auf einer Wasserrutsche. Schließlich fasste ich doch meinen Mut zusammen. Warum nicht einmal so etwas Verrücktes ausprobieren. Als ich dann endlich nach oben geklettert war, coachte mich Cayo wunderbar. Er zeigte mir, wie ich mich hinlegen sollte und redete mir gut zu. Jetzt oder nie! Den Weg werde ich nicht wieder hinuntersteigen, das war mir bereits beim Hochsteigen klar. Das macht mein Knie nicht mit. Also Augen zu und durch. Der Wasserfall riss mich nach unten, überall sprudelte das Wasser um mich und mit einem tiefen Plumps tauchte ich ziemlich tief nach unten ins Wasser ein. Ein absolut geniales Gefühl! Wahnsinn!

Meine Versicherung, dass es total Spaß macht, überzeugte dann auch Flo, zu rutschen. Als er dann unten war, musste er gleich nochmals und nochmals rutschen. Als ich das zweite Mal rutschte, war es gar kein großer Nervenkitzel mehr, diese Grenze hatte ich überwunden. Es machte einfach nur noch Spaß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert