Wie man in Costa Rica eine deutsche Familie erschrecken kann

Ein ganz ruhiger Nachmittag hier im Mirador. Flo war eben losgegangen, um ein wenig spazieren zu gehen und den Weg zum Strand herauszufinden. Morgens war uns bereits aufgefallen, dass immer wieder mal ein recht lautes Geräusch zu hören war. Zuerst dachten wir, dass es von den Autos käne, die um die Kurve den Berg hochfahren. Nachmittags war das Geräusch immer häufiger und viel, viel näher zu hören. Es hörte sich wie das Brüllen eines verwundeten Tieres an. Ein Tapir? Ein Ozelot? Oder etwa ein Jaguar oder Puma? Die Kinder und ich waren doch etwas unruhig in unserer Hütte und das Gebrüll kam immer näher und wurde lauter. Ich machte vorsichtshalber dann doch lieber die Fenster und unsere Türe zu, die sonst zum Durchzug meist offen steht. So langsam fühlte ich mich doch unwohl und dann der Gedanke, dass Flo da draußen irgendwo spazierengeht. Wir drei rätselten noch eine ganze Weile, als dann Silas meinte, dass unten im Garten Macho, die gute Seele hier auf dem Mirador lief. „Frag am besten Macho. Er wird es bestimmt wissen“. Todesmutig stapfte ich in den Garten und fragte Macho, ob das Geräusch von einem Tier stammen könnte. Macho zeigte nach oben in die Bäume „Monos“. Und dann sah ich sie Affen hangelten in den Bäumen umher und brüllten sich die Seele aus dem Leib. Wie erleichtert wir alle waren. Von hier aus kann ich die Tiere beim Fressen beobachten und wenn sie losbrüllen, lächeln, beim Gedanken daran, welche Tiere wir uns darunter alles vorgestellt hatten. Wir hatten schon spekuliert, dass es sich um ein verwundetes Tier handeln könnte.

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