Heute fiel uns echt mittags die Decke auf den Kopf und wir überzeugten die Kids, eine Erkundungstour zu machen. Die Uhrzeit war etwas ungünstig, es war um die Mittagszeit und damit schwül heiß. Wir wollten uns auf die Suche nach der Pulperia, die in der Nähe sein sollte, machen. Mit einer Flasche Wasser ausgerüstet marschierten wir los. Berg hoch und Berg runter, meist jedoch eher Berg runter. Nach jeder Biegung hofften wir, endlich am Ziel angelangt zu sein. Vergeblich. Cayos Laune wurde immer schlechter. Die beiden hatten heute bereits einige Male das Programm der Fitness App absolviert und waren ausgepowert. Da halfen Mimosen streicheln, Bananenbäume und die Landschaft bestaunen nur wenig. Wir fragten an einem der einsamen Häuser am Straßenrand und erfuhren, dass wir auf dem falschen Weg waren. Also zurück: diesmal mehr bergauf als bergab. Ich sah einen gelben Litschibaum und wir beschlossen, welche zu pflücken. Leider waren bereits viele Leute daran vorbeigegangen, denn die letzten reifen Litschis hingen zu hoch für uns. Ein paar konnten wir ergattern aber so richtig reif waren sie nicht. Ein wenig später entdeckte ich hinter Stacheldrahtzaun einen vollen Litschibaum. Er war richtig gelb, so viele reife Litschis waren da. Silas wollte erst über den Zaun klettern, als wir sahen, dass neben dem Gatter ein ganzes Stück Zaun fehlte. Mit vollen Händen kamen Silas und Flo zurück. Oh wie köstlich die gelben Litschis schmeckten. Süß und sauer. So richtig abbeißen kann man von ihnen gar nicht. Am besten steckt man die Litschis in den Mund und lutscht sie wie ein Bonbon. Sie schmeckten herrlich nach Zitronenbonbon. Die Litschibonbons gaben uns wieder neue Kraft. Die Jungs entdeckten eine verfallene Hütte am Wegesrand. Auf einem kleinen Tisch lag ein uralter Fußball und weiter unterhalb gab es sogar noch ein Fußballfeld. Seitlich davon lagen recht viele Kokosnüsse herum. Mir war das Gras und die Ameisen mit meinen Sandalen nicht geheuer. Daher wartete ich oben und sah den dreien beim Fußballspielen zu.
Als wir wieder erschöpft und zufrieden zu Hause waren, gab es eine Abkühlung im Pool.