Alltag im Regenwald

Der ist völlig anders als sonst bei uns. Alles richtet sich nach dem Wetter und dem Tageslicht. Hell wird es um 5.00 Uhr. Daher stehen wir recht früh auf. Das Frühstück ist einfach: entweder gibt es amerikanische Pfannkuchen, die aus einem Pulver mit Wasser angerührt werden. Die Pappversion, die wir bereits aus dem Mirador kennen. Manchmal gibt es auch Reis und Nudeln. Unsere Arbeit beginnt dann nach dem Frühstück bis so zum Mittagessen. Je nachdem, was anfällt. Heute haben wir die Bananenplantage, die für die Tapire als Futterquelle, angebaut wurde, von Zweigen und Ästen befreit. Nach der Tour im näxhtlichen Dschungel war ich froh über die Handschuhe und dass wir Gummistiefel trugen, denn wir sollten besonders auf Spinnen und Schlangen acht geben. Silas und Cayo fingen auch eine recht große Kröte. Herso schlug mit seiner Machete dann noch eine weitere Schleuse, die später ein Pfad werden soll. Bei Cayo hatten sich einige Ameisen in seine Gummistiefel veriirt und bissen ihn. Das tut wirklich total weh und ich verarztete ihn dann in der Hütte auf der Plattform. So war meine Arbeitstag recht kurz. Ich blieb bei den Kindern auf der Plattform während Flo mit Herso weiter arbeitete und neue Kokosbäume pflanzte. Ich kümmerte mich um das Mittagessen. Herso war rundum glücklich, dass jemand für ihn etwas kochte und es schmeckte ihm demenstsprechend auch so wichtig gut. Ich nahm die Herausforderung an, zu waschen. Unten in der kleinen Hütte. Dort gab es auch etwas Wasser. Ich nutzte den Sonnenschein für ein erstes Vortrocknen auf der Wäscheleine zwischen den Bananenbäumen. Bereits beim Mittagessen fing es wieder zu regenen an und dauerte die ganze Nacht. Ich bin mal gespannt, wie viele Tage es dauert, bis die Wäsche so einigermaßen trocken ist. Nach dem Essen bleibt nicht so viel Zeit, um etwas zu machen. Es gibt in der Nähe einen Fluss, in dem man baden kann. Wenn der Regen einsetzt und das ist immer ziemlich stark, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als auf unserer Plattform zu verweilen. Wir lesen viel, lernen Spanisch, schreiben Tagebuch oder Blogbeiträge oder oder. Oft setzt dann noch ein Tropengewitter ein, was recht laut und heftig sein kann. Wenn es dann dämmert, so gegen 17.00 Uhr fliegt oft eine Fledermaus durch die Plattform, das ist schon irre. Und abends auf dem Weg zum WC ist uns bereits mehrmals ein riesiger Frosch begegnet: Um 18.00 Uhr ist es hier stockdunkel und hier gibt es für die Plattform nur eine einzige Glühbirne, so dass man nicht mehr allzu viel machen kann. Daher ist meistens um 19.00 oder spätestens 20.00 Uhr Zeit fürs Bett.

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