Einkaufen im Regenwald

Hier ist das eine Ganztages oder Halbtagesaktivität. Abhängig von der Tageszeit (ist es noch hell genug?) und dem Wetter (bei Regen sollte man eher nicht gehen). Sinnvoll ist es, einen Rucksack bei sich zu haben, denn der Weg dauert eine ganze Weile und ist recht steil. Kurze Hosen oder Badeklamotten sind von Vorteil. Ebenso Wassersandalen. Zuerst geht es runter zum Fluss, der türkisfarben ist. Dann geht es zum ersten Mal ins Wasser, um den Fluss zu durchqueren. JE nachdem, wie viel es die Tage geregnet hat, kann das Wasser einem bis zu den Hüften oder noch weiter gehen. Oder aber man hat Pech und der Fluss ist nicht zu durchqueren. Auf der anderen Flussseite geht man dann ein Stück am Rand entlang , den der Fluss macht eine Biegung. Dann heißt es erneut den Fluss zu durchqueren. Nun geht es steil der Berg hinauf durch den Regenwald. Emilio hat Treppenstufen in den Wald graben lassen und diese mit einem Steintritt befestigt. So ist der Weg nicht ganz so matschig. Wenn wir erst mal oben sind, geht es noch auf einem breiteren Trampelpfad, der öffentlich ist, in Richtung Dorf. Immer schön runter vorbei an Blechhütten und Häuschen. Aus jedem Haus kam mindestens ein Hund heraus gelaufen, um sein Territorium wild kläffend zu verteidigen. Auf dem Hinweg heute haben wir von einem streunenden Hund Zuwachs bekommen, der uns überall hinterher getrottet ist. Er wartete geduldig vor jedem Geschäft, bis wir fertig waren.

Unser Hauptgeschäft ist die Fruteria, in der es Gemüse, Obst, Eier und TK-Hühnchen gibt. Hier wird alles abgewogen: Papaya, Eier, Avocados, Mangos,…. Bei unserem Einkauf gönnten wir uns jedes Mal eine reife Banane, die wir sofort vor der Fruteria nach dem Einkauf verspeisten. Himmlisch lecker. Nach der Fruteria ist der Mini Supermarket dran. Ein echter Tante Emma Laden, der neben Lebensmitteln auch sonst alles mögliche verkauft, sogar Angelschnüre. Hier gibt es den Rest: Kekse, Reis, Bohnen, Bohnenpaste, Tomatensauce,…. Im Ort gibt es einige Restaurants und Bars und sogar eine Eisdiele. Die haben wir einmal ausprobiert. Die Kids genossen herrlich schokoladiges Eis, Flo hatte einen Eiscappucinino und ich einen Milchshake mit Guanabane & Erdbeere. Als ich nach dem anstrengenden Marsch den Milchshake genoss, stieg mir die Kälte direkt in den Kopf: „Hirnfrost“ nennt Silas das. Mir wurde mit einem Mal klar, dass wir seit gefühlten Ewigkeiten nichts Kaltes mehr gegessen oder getrunken hatten. Hier im Regenwald ist es selbst, wenn keine Sonne durchbricht immer so gegen 32, 33 Grad heiß. Da müssen wir uns nicht wundern, dass wir von der kleinsten Tätigkeit fix und alle sind.

Einmal sind wir vor dem Einkaufen direkt an den Strand gegangen und haben gleich einen ausgewachsenen Iguana gesehen. Sehr imposant. Der war ca. 1 m lang und bunt gefärbt.

Zum Abschluss unserer Tour geht es dann zu Emilio in die Rezeption seiner Touren, um das WLAN zu nutzen. Dann werden versinkt jeder vor seinem Handy, ruft Mails etc. ab und wir erledigen noch die Dinge für die zukünftige Reise. Wir müssen dann auf die Zeit achten, dass es nicht regnet oder zu spät losgehen, denn im Dunkeln wollen wir nicht durch den Dschungel und den Fluss.

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