Einen Tapir nachts im Dschungel zu sehen, ist für jeden Costa Rica Touristen ein echtes High Light. Wir waren bereits dreimal nachts im Dschungel unterwegs und einmal waren wir dem Tapir so hautnah auf der Spur. Ganz leise, fast geräuschlos schlichen wir durch den dunklen Dschungel. Herso hatte als einziger die Taschenlampe an und schaltete sie immer wieder aus. Wir warteten im Stockdunkeln und hörten auf die Geräusche. Das Knacken kam uns viel leuter vor, da ein Zierpen, dort ein Quaken und dann hörten wir ihn! Den Tapir. Wir schauten auf den erdigen Boden und sahen Spuren. Frische Tapirspuren, Wir marschierten leise weiter, sahen dann die angeknabberten Früchte. Wir waren ganz dicht hinter ihm. Als ich so im Dunklen dastand und auf das Knacken in hinter mir hörte, wurde mir auch etwas mulmig zu mute. Denn wo ein Tapir ist, kann auch ein Puma, ein Ozelot oder ein Jaguar sein. Immer wieder suchten wir den Dschungel ab, blieben im Dunkeln stehen und lauschten. Ich war überrascht, dass unsere beiden Jungs so lange so ruhig sein konnten. Wie das ist bei der Jagd, kann man Glück oder auch kein Glkück haben. Einen Tapie haben wir nicht gesehen, dafür eine Vogelspinne, die so groß wie Flos Hand war. Und noch viele andere Frösche und Insekten.