Warum Wäsche aufhängen ein Abenteuer sein kann

Das Klima ist hier sehr feucht und heiß und nur ab und zu kommt auch die Sonne durch. Wenn wir also waschen, hängen wir die Sachen in den Garten, in der Hoffnung, dass die Sonne die Sachen trocknet. Immer mit einem Auge bzw. Ohr, ob es nicht zu regnen anfängt. Dann heißt es schnell zur Wäscheleine spurten und die Sachen abhängen, um sie dann auf der Plattform wieder aufzuhängen. Immerhin sind unsere frisch gewaschenen Sachen nach 2,5 Tagen trocken gewesen! Und das bei durchschnittlich 32  Grad.

Zurück zum Abenteuer. Die Sonne kam gerade raus, als ich die Wäsche von der Plattform im Garten aufhängen ging. Zuerst kam mir auf einem der Komposthaufen (aus abgeschlagenen Blättern etc.) eine große Eidechse entgegen, bestimmt 60 cm. Als ich mich gerade von ihrem Anblick erholt hatte, sah ich einen langen Schwanz in einem Augenwinkel. Ich konnte es kaum glauben. Da lief doch tatsächlich, völlig entspannt, ein Tamandua an mir vorbei. Vorsichtig folgte ich ihm. Er schnüffelte an einem Baumstamm herum und suchte ihn nach Ameisen ab. Leise rief ich nach den Kindern, die sofort ankamen. In ihrer Begeisterung waren sie barfuß durch die Pfade gegangen! Ich schickte sie zurück und dachte bereits, dass wir den Ameisenbären aus den Augen verloren hätten, als ihn Silas, der immer ein superguten Blick hat, ihn auf einem der Komposthaufen entdeckte, genau vor unserer Nase. Vorsichtig gingen wir näher heran. Den Tamandua schien das nicht zu stören. Er schaute uns mit seinen schwarzen Knopfaugen verschlafen an. Ein echt drolliger Kerl. Wir konnten es gar nicht fassen, dass wir an ihn so nah rankommen durften. Alle Handys waren gezückt und wir drei waren entzückt. Irgendwann latschte er bedächtig weiter und wir folgten ihm nicht mehr. Wir waren wirklich im Glück.

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