Die harte Art das Loslassen zu lernen

Wir waren im Park und hatten Fußball auf der Wiese gespielt. Als Torpfosten hatten die Jungs, wie immer ihre Jacken / Pullis genommen. Nach dem Spiel saßen wir noch kurz zusammen und standen dann auf, um nach Hause zu gehen. Als wir ca. 2 Minuten vom alten Ort entfernt waren, bemerkte Cayo, dass er seinen Lieblingspullover auf der Wiese liegengelassen hatte. Schnell rannte er zurück. Leider war er zu spät dran. Die Wiese war leer und sein geliebter Fleecepullover hatte jemand anderen glücklich gemacht. Das war schon eine bittere Erfahrung, dass er ausgerechnet seinen Lieblingspulli verloren hatte. Ich versuchte ihn zu trösten und meinte, dass der Pulli nun bei einem Jungen wäre, der den ihn sehr gut brauchen könnte und dass sein Pulli in den besten Händen wäre. Und vielleicht würden wir ja mit Glück einen ähnlichen Pulli in Deutschland wiederfinden. Cayo trauerte noch eine Weile seinem geliebten blauen „Affen-Giraffen“ Pulli hinterher, si wie er ihn immer nannte. Beim Flug vo´´nach Ecuador hatte er mit erzählt, dass er beim Umsteigen in Bogota angesprochen wurde, wie viel er für den Pulli gerne hätte. Ich muss ja auch zugeben, dass der Pulli schon schön war, kuschelig und mit einem Norwegermuster.

So haben wir alle eine Lektion im Loslassen gelernt.

Cayo hat mir gesagt, dass er die Sachen, die ihm mittlerweile zu klein sind, einfach in den Park legt, so dass sie schnell andere Besitzer finden, die es brauchen könnten.

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