Cayo und Flo hatten im Tante Emma Laden ums Eck für Frühstück eingekauft. Zur Abwechslung gab es statt lapprigen Toast sogar etwas Brötchenähnliches. Silas biss in das Brötchen: „Das schmeckt echt wie Pappe,“ beschwerte er sich. Ich wollte ihn beschwichtigen, als ich jedoch auch ein Stück probiert hatte, musste ich Silas Recht geben. „Und jetzt eine schöne warme Brezel…“ sinnierte er „Oh ja, mit Butter drauf…“ , kam die Antwort. Und schon waren wir alle in deutsche kulinarische Fantasien versunken. „Und die leckere geräucherten Forellen bei Oma und Opa“, „oder das Ratatouille von Usch“, „Oder der leckere Presskopf aus Rödelheim“, „und die unschlagbaren Salamibrote mit dem Schweizer Laib“. Nach diesem Gespräch war mir klar, dass ich in nächster Zeit mal für ein wenig deutsches Feeling in Sachen Essen sorgen musste. Mal sehen, was ich da zaubern kann. Einen Backofen gibt es ja leider hier nirgends, sonst hätte ich schon längst Brot und Brötchen gebacken.