Wir waren fest entschlossen heute auf den großen Markt zu gehen. Quito ist ja sehr hügelig und die dünne Luft hier oben, macht das Spazieren hier manchmal anstrengend, vor allem, wenn die Kids dann zu maulen anfangen. Nach einer gefühlten Ewigkeit standen wir dann vor einer riesigen Baustelle, die ca. einen Häuserblock umfasste. Hier sollte also der große Markt sein! Statt dessen standen wir vor einem großem Bauzaun. Da war bei uns allen die Enttäuschung groß. Statt frischen Früchten und anderen Leckereien gab es nun Baustaub.
Wir wanderten dann in Richtung zum Plaza Grande und entdeckten dabei ein wunderschönes Viertel, fernab von allen Touristenpfaden. Schmale Gässchen mit vielen, vielen kleinen Lädchen, die oft Essen verkauften, Gemüse, Obst, Gewürze, Heilkräuter…. So tauchten wir in diese Welt von Quito ein. Die Gewürzläden rochen schon fantastisch beim Vorbeigehen. An einer Haustüre wurde Eis verkauft. Da schlugen wir zu und bekamen selbstgemachtes Eis: Schokolade, Andenbrombeere und Malaga. Ich hatte mit der Andenbrombeere die beste Wahl getroffen, denn die anderen Eissorten schmeckten sehr eigenartig.
An einem kleinen Gemüselädchen nahmen wir unseren Mut zusammen und schauten mal rein. Das Mädchen, das im Laden stand, war ganz aufgeregt, als wir bei ihr einkauften und schnell holte sie ihre Mutter als Unterstützung. Die beiden haben wohl mit uns das Geschäft ihres Lebens gemacht. Wir kauften unter anderem eine Babaco oder Bergpapaya.

Ich hatte schon viel von ihr gehört. Sie ist ca. 30cm lang und fühlt sich recht weich an, wenn man sie anfasst. Zu hause probierten wir sie natürlich. Vom Geschmack her war sie säuerlich und saftig. Die Kinder fanden sie ekelig und wir waren etwas enttäuscht, da wir uns mehr vom Geschmack erhofft hatten. Der säuerliche Geschmack überwog jedoch.
Flo hatte noch die geniale Idee, in einem der Miniläden, die auch Handys reparieren, nach einem Ersatzakku für mein Handy zu fragen, denn mein altes Handy macht mir seit einiger Zeit zu schaffen. Ich habe das Gefühl, mehr Zeit mit dem Aufladen des Akkus zu verbringen als mit anderen Dingen. Da mein Handy schon einige Jahre auf dem Buckel hat, war ich ganz zuversichtlich, dass ich hier etwas Passendes finden könnte. Der junge Typ war total nett und meinte, dass es 10 Minuten dauern würde, bis er den Akku von einem Freund geholt hätte. Und tatsächlich, als wir nach 10 Minuten wieder kamen, war der Akku da. Nun habe ich wieder ein richtig funktionstüchtiges Handy, wie schön. Ich habe nämlich keine Lust, meine Zeit mit dem Kauf eines neuen Handy zu verbringen.
Fotos habe ich keine groß gemacht, da (genau!) Mein Akku leer war. Zudem finde ich es immer schwierig Fotos zu machen, wenn die Menschen so in ihrem Alltagsleben sind.