Resümee Woche 7 & 8

Ganz allmählich beginnt für mich die „echte“ Auszeit. Ich lese viele verschiedene Dinge, die mich interessieren, für die Arbeit aber auch für die persönliche Weiterentwicklung. Mit unserem Team stehen wir in losem Mailkontakt. Flo hat ein paar Mal mit unserem Team telefoniert und alles ist in Ordnung. Es ist schon ein seltsames Gefühl, zu wissen, dass in Frankfurt und Wiesbaden alles weiterläuft und die beiden Teams alle Herausforderungen wunderbar ohne uns hin bekommen. Auf der einen Seite ist dies wunderbar, da ja alles glatt läuft und wir uns bei unserer Rückkehr noch weniger um das Alltagsgeschäft kümmern können, sondern statt „im Unternehmen“ „am Unternehmen“ arbeiten können. Andererseits ist es auch ein wenig seltsam, „sein Baby“ nun so ganz loszulassen.

Im Rückblick über die vergangenen Wochen ist mir aufgefallen, dass in dieser Auszeit, in der alles möglich ist, in der ich das machen kann, was ich will, ganz ohne Restriktionen von außen, ich so viele Dinge ganz anders machen wollte als bisher. Von den vielen Dingen, die ich so anders machen wollte, habe ich bislang nur einen winzigen Teil davon umgesetzt. Viele Dinge, davon auch ein paar Herzensdinge habe ich noch gar nicht begonnen. Irgendwie schiebe ich die immer vor mich her und habe so viele Ausreden, die ich immer wieder vorschiebe. Klar, ich habe noch viel Zeit vor mir und musste erst mal in ein anderes Tempo wechseln. Ich habe Zeit gebraucht, um mich zu orientieren und natürlich auch, um etwas zu erleben. Und gleichzeitig ist da auch der Wunsch nach Ruhe, nach Runterkommen und sich selbst ein wenig besser kennen zu lernen. Die Balance zwischen diesen beiden Polen ist wirklich schwierig und anstrengend. Zu Hause erleben wir auch immer jede Menge, sind irgendwie immer auf Achse und beschäftigt. Flo und ich sind ja beide Menschen, die nicht gerne etwas verpassen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es hier genauso ist, nur indem wir andere Dinge tun. Ich wünsche mir für die kommenden Wochen ein Gleichgewicht zwischen den beiden Polen: dem Erleben und Entdecken und der Ruhe und dem Bei-mir-sein.

Wir haben bisher fast immer alles zu Viert gemacht. So auf die Dauer ist das anstrengend, da es immer ein Kompromiss für jemand bedeutet. Wir wollen nun auch häufiger Dinge zu zweit, zu dritt oder alleine unternehmen, damit jeder sich mal zurückziehen kann und auch zu seinen eigenen Interessen kommt. Da bin ich mal gespannt, wie wir das umsetzen werden.

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