Mit dem Rad fuhren wir hin und schauten uns dort ein wenig um. Die Forschungsstation ist dafür da, die Forschung und den Schutz der Galapagos Inseln voran zu treiben und den Besuchern ein Bewusstsein zu vermitteln, wie fragil das Ökosystem hier ist. Es gibt auch ein kleines Informationszentrum, in dem einige Exponate ausgestellt sind, wie z.B. das Skelett eines auf der Insel gestrandeten Wals oder auch einige Riesenschildkrötenpanzer. Wenn man so in den Panzer hineinschaute, konnte man sehen, wie einige der Wirbel der Wirbelsäule direkt an den Panzer im Innern festgewachsen waren.
Es wurden einige Projekte vorgestellt, wie auf den Inseln versucht wird, die ansässigen Pflanzen auf der Insel aufzuziehen und sie dann auszuwildern. Fremde Pflanzen und Tiere bedrohen nämlich die heimischen Arten und zerstören das ökologische Gleichgewicht. Wie bspw. eine Insektenart aus Australien, die die Galapagosfinken bedroht. 1989 wurde sie zum ersten Mal auf Galapagos auf einer Insel entdeckt. 1995 war sie bereits auf 15 Inseln ansässig. Man konnte das Insekt nicht mehr eindämmen (auch mit chemischen Mitteln nicht mehr). So hat man beschlossen, den natürlichen Feind, eine Marienkäferart aus Australien auf Galapagos anzusiedeln, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Es hat ganz gut funktioniert. Ein anderes Problem stellt die Afrikanische Schnecke dar, die das Futter vieler Arten frisst und Krankheiten überträgt. Sie legt zwischen 200-3000 Eier im Monat und ist nicht nur auf den Galapagos Inseln, sondern in ganz Südamerika eine echte Plage. Viele Leute beschäftigen sich nur damit, die Schnecken einzusammeln. Bisher gibt es keine andere Lösung.
Ansonsten gab es noch eine kleine Aussichtsplattform und natürlich Darwin in Bronze und auch sonst verewigt. Bisher hatte ich Darwin immer als den alten Mann mit dem Rauschebart in Erinnerung. Als Darwin jedoch in See stach war er gerade mal 22 Jahre jung und 5 Jahre später betrat er dann die Galapagosinseln.