Mountainbike-Erfahrung im Hochland

Mit dem Rad wollten wir morgens ins Hochland fahren, zur Riesenschildkröten-Farm. Da wir aus unserem ersten Radabenteuer gelernt hatten, beschlossen wir, nicht die gesamte Strecke mit dem Rad zu fahren, sondern für den steilen Hinweg den Bus zu nehmen. Es gibt hier kleine Transportbusse, bei denen man sein Fahrrad hinten anhängen kann. Wir saßen nun also da und warteten auf den Bus nach Santa Rosa. Von dort aus wollten wir den Rest bis zur Farm mit dem Rad fahren. Ein Taxi hielt und fragte uns, ob wir mit ihm fahren würden. Als wir antworteten, dass wir auf den Bus warten wollten, meinte er nur, dass kein Bus dorthin fahren würde. Wir blieben bei unserer Meinung und er bot uns daraufhin an, uns für 5 Dollar nach Santa Rosa zu nehmen, „denn im Bus hätten Sie ja auch 1 Dollar pro Person bezahlt.“ Da wir nicht noch die 30 Minuten auf den Bus warten wollten, nahmen wir das Angebot an. Es war eine gute Entscheidung, die Hinfahrt motorisiert zu machen, denn es ging fast nur bergauf (eben ins Hochland!).

Der Taxifahrer fuhr recht zivilisiert und kurz vor Santa Rosa meinte er, dass er uns auch zur Farm fahren könnte. Mit dem Fahrrad wären das 40 Minuten. Wir lehnten dankend ab und er erklärte uns nochmals den Weg zur Farm.

Den ganzen Morgen nieselte es wie so oft auf Galapagos. In der Regel klarte es dann bis mittags auf. Wir stiegen auf die Räder. Flo fragte zum Glück sicherheitshalber nochmals nach dem Weg, denn der Weg, den der Taxifahrer uns erklärt hatte, war ein anderer. Nach kurzer Strecke auf Asphalt bogen wir dann auf eine Piste ab. Es ging meist den Berg hinunter, die Kids waren begeistert. Ich weniger, denn es gab Schlaglöcher und der Sprühregen dauerte die ganze Zeit an. Dies bedeutete, dass wir mit unseren Mountainbikes ohne Schutzblech den ganzen Dreck abbekamen. Ich bin fürs Mountainbiken eigentlich nicht so sehr zu haben und bevorzuge Dreck lieber in Form von Ton beim Töpfern. Daher war es für mich echt gewöhnungsbedürftig so durch den Schlamm zu fahren und mich voll zusauen. Flo und die Jungs fanden es dagegen klasse. Nach recht kurzer Zeit fuhren wir dann an den Zäunen vorbei, hinter denen die ersten Riesenschildkröten waren. Was für ein Anblick. Dreckverspritzt erreichten wir die Farm.

Den Weg zurück nach Hause fuhren wir komplett mit dem Rad, da es die meiste Zeit bergab ging. War das herrlich! Wir begegneten noch zwei Schildkröten, die gerade umherwanderten. Eine war sehr nahe der Hauptstraße. Sie drehte jedoch um, als wir auf dem Radweg entgegenkamen.

Der letzte Rest, von Bellavista bis nach Hause nach Puerto Ayora flitzten wir geradezu. Die Kinder hatten unseren Schlüssel bekommen und fuhren voraus. Mir wurde bei dieser Fahrt klar, warum die Radtour nach Garapatero für uns so anstrengend war, denn wir fuhren damals nur bergauf.

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