Abschiedsblues – Verabschieden von Freunden

Mathias, Maria, Dani und Theo haben wir in den vergangenen Wochen mehrmals getroffen. Es war schön, bei ihnen zu sein, über Gott und die Welt zu reden, die Kids spielten miteinander – so ein wenig war auch ein Stück weit Heimat, Leute gefunden zu haben, mit denen man sich gut versteht. Wir haben so viel über Galapagos erfahren, was nirgendwo in Büchern steht. Ich sehe die Inseln nun mit ganz anderen Augen. Dies war wirklich ein echtes Geschenk: danke an euch alle.

So war unser letzter Besuch auch ein wenig mit Abschiedsschmerz verbunden. Wir waren schon am Packen und da hatte ich bereits den Abschiedsblues. Alle Sachen wieder zusammenpacken und ein liebgewonnenes Plätzchen zu verlassen, das fiel mir schwer.

Als wir am Pier auf die Fähre warteten, trafen wir noch ganz unerwartet Bekannte, die auch einen Sohn etwas jünger als Cayo haben und mit denen wir gemeinsam Fußball gespielt haben. Erst da kamen wir so richtig ins Gespräch. Es war nett und ein wenig schade zugleich, da wir ja auf dem Sprung waren.

Lilia, unsere Vermieterin hatte uns am letzten Tag für uns Cheviche gekocht. Wie schön das war. Wir haben uns so darüber gefreut. Unser Zimmer ist in den 4 Wochen ein kleines Zu Hause geworden, das merkte ich erst so richtig, als ich alle Sachen wieder einpackte. Stück für Stück gaben wir unsere Heimat hier auf: alles einpacken, die Fahrräder wieder zurückgeben… irgendwie fühlte sich das sehr seltsam an. Abends ein letztes Mal vom Hafen mit dem Rad nach hause fahren, die Kinder streichelten zum letzten Mal die Kuschelhunde, zum letzten Mal zu Tortuga Bay und sich von Jorge, dem Parkwächter verabschieden. Er war ganz überrascht, dass wir nur zu ihm zum Verabschieden gekommen waren und nicht zum Strand (dazu reichte leider die Zeit nicht mehr), auf dem Weg sagten uns jede Menge Lavaeidechsen auf Wiedersehen, es war fast so, als ob sie uns ihre Aufwartung machen würden.

Wir genossen noch ein letztes Eis von unserer Lieblingseisdiele, jeder hing ein wenig seinen Gedanken nach und wir erinnerten uns an die Highlights, die wir hier hatten. Wir haben hier so viel Wundervolles erlebt, Momente, die uns nie wieder irgendjemand nehmen kann.

Uns allen fiel der Abschied wirklich sehr, sehr schwer. Cayo meinte, dass die das schönste Fleckchen auf der ganzen Welt sei. Flo und ich unterhielten uns darüber, wann wir das nächste Mal wieder hierher kommen könnten, denn die Inseln hier haben uns echt gepackt. Und wenn es auch nur für kürzere Zeit sein sollte.

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