Im Dorf hatte ich ein Schild gesehen, dass Volontäre gesucht werden, um Deutsch und Englisch zu unterrichten. Wir sind einfach mal reingegangen und haben uns erkundigt. Eigentlich ist es ein Volunteer-Programm für einen Monat mit Kost und Logis. Wir haben erzählt, dass wir einfach nur in unserer Freizeit Lust hätten, mit den Leuten hier vor Ort in Kontakt zu kommen und daher gerne unterrichten würden. Seit einigen Tagen machen wir nun abends immer für 1,5 Stunden Englische und Deutsche Konversation. Ursprünglich war die Info, dass es einen Anfänger und einen Fortgeschrittenen Kurs gibt. So hatte ich mir kurz überlegt, was ich am Abend machen würde. Wir spazierten gemeinsam vom Büro zum „Schulgebäude“, ein kleines Häuschen bei der Feuerwehr am Rande des Dorfes. Da nicht wirklich viele Schüler da waren, gab es kurzerhand nur eine Gruppe. So improvisierten Flo und ich die Stunde zusammen. Es war wirklich witzig und hat richtig Spaß gemacht. Zuerst schoben wir die Tische beiseite und setzten uns in einen Kreis, damit jeder jeden sehen konnte. Dann stellte sich jeder vor. Eine ganz bunte Mischung ist die Gruppe von 15 bis 66 Jahren ist alles vertreten. Auffallend fand ich, dass keiner der Leute ursprünglich von Galapagos stammt, sondern vom Festland. Es machte Spaß, mehr von den Menschen zu erfahren. Sie waren neugierig und stellten auch uns jede Menge Fragen, so dass die Abende immer sehr kurzweilig waren. Die Stimmung war gut und offen. Ich habe selten so viel gelacht. Es war ne richtig gute Idee, dass wir das machen, jetzt fühlen wir uns auf Isabela noch ein Stückchen mehr zu Hause.


