Ein neuer Lieblingsplatz auf Isabela

Ich bin am Wochenende mit den Kindern zur Schildkrötenaufzuchtstation spaziert. Der Weg ist wunderschön, auf den Holzstegen an den Mangroven vorbei. Dort sahen wir Iguanas, die im Wasser schwammen. Es ist immer wieder faszinierend, zu sehen, wie schnell sie sich mit ihrem Schwanz im Wasser fortbewegen. In den Mangroven konnten wir einigen Flamingos beim Fischen zusehen und wie sie sich putzten (was eher nach Flamingos-Yoga aussah). An der Aufzuchtstation wurden wir vom Ranger freundlich begrüßt, der uns alles erklärte. Hier leben nur Schildkröten, die es auf Isabela gibt. Nach Alter und Art getrennt, leben sie in den Gehegen. Da Schildkröteneier, die in der Natur abgelegt werden, kaum eine Chance haben, dass Schildkröten schlüpfen, wurde diese Station gegründet. Es ist ein besonderer hier, die Schildkröten sind sehr offen und neugierig und in ihren Gehegen sehr aktiv. Als wir an der Mauer der Gehege standen, kamen sie gleich anmarschiert, um uns zu begrüßen. Diese gutmütigen, freundlichen Gesichter sind einfach unvergesslich. In der Station ist ein Infopavillion, der sehr anschaulich gestaltet ist. Die Eier müssen 160 Tage in der Erde ausgebrütet, dann schlüpfen die Schildkröten aus den Eiern und müssen sich durch die dunkle Erde durchkämpfen. Dies dauert ca. 30 Tage. In dieser Zeit kommen die geschlüpften Schildkröten ohne Wasser und Nahrung aus. Um die natürlichen Bedingungen zu simulieren, kommen die geschlüpften Babys aus dem Brutkasten für 30 Tage in eine dunkle Kammer (ohne Wasser und Nahrung). In diese dunkle Kammer konnten wir einen Blick werfen und 7 ein Wochen alte Schildkrötenbabys beobachten. Sie sind wirklich winzig klein. Kaum vorstellbar, dass sie nach 100 Jahren soooo riesig werden.

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