Silas und Cayo waren von der Schildkrötenaufzuchtstation so sehr angetan, dass wir am nächsten Tag gleich wieder loszogen. Ein Ranger war gerade dabei, Grünzeug für die Schildkröten mit der Machete klein zuhacken. Die Kinder waren schon gespannt auf die Fütterung. Wir fragten nach, wann gefüttert werden würde. „Morgen um 8.00 Uhr war die Antwort.“ Der Ranger erklörte, dass die Ladung Grünzeug von einer Finca aus dem Hochland käme und pro Fuhre 850 Dollar kosten würde. Die Tiere bekämen zweimal in der Woche Futter. Für Silas und Cayo war sofort klar, dass wir morgen früh um 8.00 Uhr hier aufschlagen würden. Selbst Silas, unser Langschläfer sagte ohne mit der Wimper zu zucken zu, dass er mitkommen wolle. Und so trabten wir am nächsten Morgen im Stechschritt die Mangroven entlang, ließen die Flamingos links liegen, da wir spät dran waren. Wir wollten den Fütterungsbeginn ja nicht verpassen. Wir kamen an – pünktlich. Eine der Volontärinnen kam auch gerade an. Das Grünzeug wurde auf Schubkarren geschaufelt und los ging es. Wir fragten, ob die Kinder mithelfen würden. Der Ranger meinte jedoch, dass es verboten sei. Und so schauten wir zu. Die Schildkröten waren alle ganz aufgeregt und warteten schon am Eingang. Als das Gatter aufging und der Schubkarren angefahren kam, ging das große Wettrennen los. Unglaublich, wie schnell die Tiere sein können. Am Ende durften die Kinder die Blätter für die ganz kleinen Schildkröten, die 1 Monat alt sind, kleinschneiden. Sie waren hellauf begeistert und entzückt. Sie konnten sogar in die abgesperrten Gehege rein spicken. Wir verbrachten dort Ewigkeiten, bis alle Schildkröten versorgt waren. Immer, wenn wir gehen wollten, gab es etwas Neues zu beobachten. Völlig erfüllt schlenderten wir wieder die Mangroven zurück.