Morgens um 4 weckten wir die Jungs, da wir unsere sieben Sachen packen mussten, um das Boot nach Sanat Cruz (Puerto Ayora) zu nehmen. Wir hatten extra das frühe Boot genommen, damit wir am gleichen Tag weiter nach San Christobal weiterfahren konnten. Von anderen Leuten aus dem Hostel hatten wir erfahren, dass sie mit dem Boot nicht mitkamen, weil es überbucht war. Daher hatten wir unseren Ticketverkäufer extra nochmals angerufen – bzw. anrufen lassen, von unserem Bekannten Ivan, der nochmals alles bestätigen hat lassen. Mit dem Taxi nachts durch die menschenleeren Straßen zum Hafen. Die Kontrolle war hier sehr großzügig und wir hatten Glück und standen sogar als Familie Egle auf der Liste!!! Wir hatten alle vorsorglich Tabletten gegen die Seekrankheit genommen, da die Hinfahrt nach Isabela ja sehr stürmisch war. Die See war dann auch gar nicht so rauh. Dennoch waren wir froh, als wir ankamen. Gleich bei der Ankunft gingen wir zu unserem Ticketverkäufer, bei dem wir vor 3 Wochen die Tickets für die Weiterfahrt reserviert hatten und nun bezahlen wollten. Er meinte skeptisch, dass das Boot für heute bereits sehr voll sei. Er muss nochmals telefonieren. Wir sollten doch erst mal frühstücken gehen, was wir dann auch taten. Ein seltsames Gefühl, so durch Puerta Ayora zu spazieren und auf der Durchreise zu sein. Wir legten uns noch auf eine der Bänke, um etwas Schlaf nachzuholen, während die Kids in den Läden bummelten. Als ich dann nochmals beim Ticketverkäufer nachfragte, meinte er, dass es ihm leid tut, das Boot sei ausverkauft. Wir sollten uns am besten nach einer Unterkunft umsehen und dann das Boot morgen nehmen. Ich dachte, dass ich nicht richtig gehört hatte. Wir hatten die Tickets vor 3 Wochen reserviert! Aber nicht bezahlt. Hier ist nur Bares Wahres! Flo versuchte dann noch bei den anderen Agenturen herumzufragen, vergeblich. Alles war voll! Wir lernten mal wieder eine Lektion in Sachen „es ist wie es ist“ . Dafür war ich recht gelassen. Nun brauchten wir noch ein Dach über dem Kopf für eine Nacht. Über einen Bekannten aus Isabela fanden wir ein Zimmer in Hafennähe. Es war nicht atemberaubend und der Verwandte unseres Bekannten war nicht wirklich freundlich, aber letzendlich hatten wir ein Bett und ein Dach über dem Kopf. Was wollten wir mehr? Flo und ich waren fix und alle und legten uns erst einmal hin. Wir waren seit 3 Uhr auf den Beinen und die Tage davor hatten wir auch nicht viel Schlaf gehabt. Die Kinder schauten nochmals bei Mathias, Maria, Dany und Theo vorbei. Wir waren einfach zu ko und müde. Abends bummelten wir dann noch am Hafen entlang und hatten akzeptiert, dass wir eben einen Tag weniger auf San Christobal haben würden.