Einen 30-40 Minuten Spaziergang ist die Loberia von der Stadt entfernt. Raus aus der Stadt, am Flughafen oder besser gesagt Flughäfelchen vorbei, immer an der Hauptstraße entlang. Keine wirklich schöne Strecke, dafür ist die Loberia einfach umwerfend. Es geht ein Trampelpfad zum Strand, an dem uns unzählige Seelöwen empfingen. Die lagen überall am Stranf herum. Der Parkwächter am Eingang zum Strand hatte erzählt, dass die Seelöwen gerade alle ihre Babys haben und wir ihnen nicht zu nahe kommen sollten, da sie sonst von ihrer Mutter verstoßen werden könnten. Als wir ankamen waren wir schlichtweg überwältigt. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Unten am Strand war ein kleiner Kindergarten mit 4, 5 Babys, die miteinander spielten, dann gab es wieder Mütter, die ihre Babys säugten und wieder andere Babys watschelten durch den Sand oder versuchten über die Lavafelsen zu hüpfen, auf der Suche nach der Mama und mit einem lauten Blöken, das sich wie das Meckern einer Ziege anhörte. Am Strand war außer uns niemand. Wir setzten uns hin, schauten zu und staunten. Weiter oben gab es einen Pavillion, der ursprünglich für die Touris gedacht war. Sonnenschutz und eine Möglichkeit, um seinen Rucksack aufzuhängen. Doch statt Touris lagen da in Reih und Glied jede Menge Seelöwen, genossen den Schatten und schliefen. Die Seelöwen schienen uns gar nicht groß wahrzunehmen, sie spazierten ziemlich dicht an uns vorbei. Wir waren ihnen völlig egal. Dann wagten wir uns ins kalte Wasser. Jede Menge Fische konnten wir sehen und viele Meeresschildkröten waren hier. Wir wussten wirklich nicht, zu welcher Schildkröte wir als erstes hinsollten. Wir waren so vertieft ins Schnorcheln, dass wir gar nicht bemerkten, wie wir in eine starke Strümung gerieten. Die Kinder hatten zum Glück Flossen an und kamen so raus. Flo und ich strampelten dich ganz kräftig, bis wir wieder in der sicheren Bucht waren. Es ist jedes Mal aufs Neue einfach genial, ins Meer abzutauchen, in die Blautöne, die Fische zu beobachten und vor allem das Lächeln der Meeresschildkröten zu sehen. Für die Jungs stand fest – das ist der Lieblingsplatz auf San Christobal. Seitlich der Loberia führt noch ein Weg am Meer antlang zu einer Klippe, vorbei an vielen Iguanas und einem atembraubendem Blick. Stundenlang hätten wir den haushohen wellen zusehen können, wie sie brachen, das Gischt sprühte und sich die Farbe des Meeres von dunkelgrünblau in türkisblau wechselte. Ein magischer Ort – das war uns allen sofort klar.








