Puno – das hatten wir uns ganz anders vorgestellt

Im Dunkeln kamen wir in Puno an, müde, genervt und erschöpft. Zum Glück fand Flo ziemlich schnell ein Taxi, während wir mit dem Gepäck warteten.Als wir dann aus dem Taxi stiegen mit Sack und Pack wollten alle nur eines: ins Bett und schlafen. Wir kamen dann im Hostal an, dass sehr muffig aussah und auch so roch. Zumindest war der Mann am Empfang ganz nett und freundlich. Fünf Minuten, nachdem wir in unserer Wohnung waren, fiel Flo auf, dass er sein Handy im Taxi verloren haben musste. Das war natürlich kein guter Anfang in Puno. Dann kam noch diese Bruchbudenwohnung hinzu. Ich hatte bei Airbnb extra geschaut, dass die Wohnung WiFi und eine Küche hat. Die Wohnung hatte als Wifi nur WhatsApp, wenn überhaupt und die Küche war ein separater Raum mit einer Spüle und einem leeren Schrank. Im Schlafzimmer stand im Schrank eine leere Rumflasche und hinter den Vorhängen leere Colaflaschen…. Das alles machte die Situation nicht besser. Flo versuchte das Taxiunternehmen anzurufen, um wieder an sein Handy zu kommen. Die nächsten 3 Tage war er damit beschäftigt (und damit, die Passwörter der der ganzen Apps zu ändern inklusive Paypal). Cayo und Silas konnten sich mit der Stadt nicht so ganz anfreunden und hatten schlichtweg Heimweh. Während Flo in der Taxizentrale vorbeischaute, zogen die Kinder und ich durch die Stadt, um endlich was Westliches an Essen zu finden. Wir fanden in einer Seitenstraße ein Restaurant, das auch Pizza und Lasagne anbot und sogar Maultaschen!!! Das Ambiente war wirklich nett. Endlich mal etwas Westliches. Das tat gut, endlich mal in Ruhe wo hinzusitzen. Als die Karte gebracht wurde, bemerkten wir, dass wir in einem Restaurant, das einem Deutschen gehörte, gelandet waren. Cayo und ich genossen eine herrliche Pizza und Silas ging völlig in einer super leckeren Lasagne auf. Das Restaurant, der Buho, wurde die nächsten Tage unsere Anlaufstelle und war Balsam auf unser Heimweh. Herrlich, Ruhe, gutes Essen und ein gutes Wifi. Der Buho war unsere Rettung. Flo war zwar zweimal in der Taxizentrale, dort behauptete man steif und fest, dass das Handy nicht gefunden wurde. Das war eine harte Lektion in Sachen Loslassen, da Flo fast alle auf seinem Handy gespeichert hatte (auf Evernote alle Ideen, Mindmaps…) Da Flo auf der Busfahrt kein Internet hatte, war die ganze Arbeit, die er auf der Busfahrt gemacht hatte, verloren. Inklusive langer Blogbeiträge.

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