Elefantastisch

Elefanten gegenüberzustehen ohne dass irgendetwas zwischen uns ist, das ist ein ganz erhabenes Gefühl. Wir haben hier wirklich sehr viele Elefanten gesehen, einzelne Bullen beim Fressen, eine ganze Herde mit ihren Babys beim Trinken und Baden. Immer wieder faszinieren uns die Tiere. Natürlich sind die Babys am niedlichsten, wenn sie so durch die Gegend tapsen und ihren Rüsselhin- und herschwenken. Ein Elefantenbulle haben wir wirklich sehr nah erlebt als er am Fressen war. Zuerst war er recht weit entfernt und drehte dann in unsere Richtung. Es ist schon ein seltsames GEfühl, wenn ein Elefante so auf einen zugeht. Nicht schnell, sondern majestätisch setzt er einen Fuß vor den anderen. Das waren vielleicht noch 4 oder 5 Meter Entfernung. Da ist man hin- und hergerissen zwischen fotografieren und sich immer wieder umzuschauen, ob nicht andere Elefanten hinter einem stehen und den Weg versperren können, da man ja immer abfahrtbereit ist. An einem Aussichtspunkt, an dem eine Elefantenherde mit Babys am Trinken war, standen wir da und beobachteten die Tiere. Gerade bei Kühen mit ihren Babys soll man besonders vorsichtig sein, da die Kühe ihre Kinder beschützen und agressiv werden können. Die Herde war zweigeteilt und wir standen dazwischen auf der Straße. Irgendwann wanderten dann die Elefanten dann der einen Seite auf die andere. Und so trottete ein Elefant geradewegs vor unserem Auto vorüber. Das war wirklich sehr nahe. Wir waren ganz aufgeregt und sagten zu Flo, dass er wegfahren sollte. Er legte gerade den Rückwärtsgang ein, als Silas schnell reagierte. „Nein! Nicht nach hinten, da kommt auch einer!“ Und so waren wir umringt von Elfanten, vorne und hinten und konnten nur eines warten. Es ist nichts passiert, es war jedoch schon ein recht mulmiges Gefühl, so mitten unter der Herde zu sein. Einen Elefantenbullen sahen wir friedlich am Wegesrand fressen. Er schien ganz vertieft zu sein. Flo meinte in normalen Tonfall und Lautstärke : „ Na Kumpel?“ Mit einem Mal richtete sich der Elfant auf, sein Kopf fuhr herum und er schuate uns sehr finster an. Irgendetwas schien ihm zu missfallen. Da legte Flo nur den Gang ein und fuhr ein gutes Stück weit nach Vorne. Wir wollten den Bullen ja nicht provozieren. In diesem kurzen Moment wurde uns klar, wie sinnvoll es ist, auf der Hut zu sein. Das witzigste, was uns mit Elfanten passierte war, als wir auf der Straße standen und rechts und links eine Herde mit Kühen und ihren Babys stand. Irgendwann stellte sich eine Mutterkuh mitten auf die Straße und drehte sich zu uns um und zeigte mit dem Rüssel auf uns. Was das wohl zu bedeuten hatte? Die Kuh spielte Schülerlotse und leitete die kleinen Elefanten sicher über die Straße. Das sah sehr lustig aus, wie der Rüssel so auf unsere Rückscheibe zeigte und gleichzeitig war uns auch ein wenig mulmig, denn sie hätte mit ein paar Schritten direkt auf unser Auto lostraben können.

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