Auf der Radtour durch Soweto haben wir sehr viel über diesen Stadtteil kennengelernt. Soweto, bedeutet South -Western-Township. Um die Schwarzen von den Weißen auf Abstand zu halten , denn die Weißen machten alle Schwarzen für die vielen Krankheiten ( wie die Beulenpest), die es gab, verantwortlich. Dies war jedoch nur ein billiger Vorwand, denn die Weißen wollten das kostbare Land um Johannesburg selbst für sich beanspruchen. So baute man Soweto als Provisorium, bis man eine bessere Lösung gefunden hatte. Die Menschen wurde enteignet und umgesiedelt. Soweto besteht aus ca. 30 Towenships. Lolunghi, unser Guide auf der Radtour meinte nur lapidar: „und so warten wir heute noch!“ Soweto hat heute über eine Million Einwohner, fast ausschließlich Schwarze leben auch heute dort. Es gab keine Infrastruktur, nur ein paar Wellblechhütten, kein Strom. … Irgendwann wurde begonnen, ein paar Steinhäuser zu bauen. Es wurde ein Elekrtizitätswerk gebaut, um Johannesburg mit Strom zu versorgen. Und ein großer Erdwall, der fast wie eine Mauer wirkt (Lolunghi nannte es „unsere Berliner Mauer“), trennt Johannesburg von Soweto. Der Berg besteht aus all dem Gestein, das in den Goldminen in Johannesburg herausgehauen wurde. Als die Aufstände in Soweto begannen, wurden engmaschig große Scheinwerfer, wie in den Stadien, aufgestellt. Es gab eine Ausgangssperre. Ab 18.00 Uhr durfte niemand mehr auf der Straße sein. Die Schweinwerfer dienten dazu, die Menschen hier zu überwachen.
In Soweto werden viele verschiedene Sprachen gesprochen, Lolunghi kann bspw. 9 verschiedene Sprachen. „Wir wachsen mit diesen Sprachen auf. Mein Nachbar spricht in seiner Sprache, ich antworte in meiner.“
Wir fuhren von den einfachen Häusern weg und kamen zu einem Viertel, dem man sofaort ansah, dass diese Häuser recht neu und in gutem Zustand sind. Die Häuser sind mehrstöckig und ein hoher Zaun ist um das ganze Gelände. Hier ließe es sich gut wohnen. Doch diese 500 Häuser stehen seit Bauende vor 7 Jahren leer, weil die Mieten zu hoch für die Menschen in Soweto sind. „Und selbstg, wenn man es sich leisten könnte, hier zu wohnen, so wäre das Problem in Soweto nicht gelöst. Hier wird viel, viel mehr Wihnraum gebraucht.“ Wir standen alle nur fassungslos vor den eingezäunten Häuser, in denen niemand wohnt.