Das Essen in der Lodge war teilweise lecker, manchmal auch gar nicht und dauerte immer mindestens 1 Stunde, odt auch mal 2 Stunden bis das Essen auf dem Tisch war. Daher waren wir hoch erfreut über eine Alternative. Ein kleiner Straßenstand, der im Dorf sein sollte. Mit der Aussicht auf Essen und zwar SOFORT waren die Kinder gleich Feuer und Flamme. Wir wanderten wieder unsere 30-40 Minuten am Strand entlang, bis wir am Dorf angelangt waren. Auf dem Weg zum Dorf trafen wir auf ein französisches Pärchen, das gerade aus der Richtung kam. „Essen? Hier? Also wir haben einen Stand gesehen, der Früchter verkaufte, aber sonst nichts. Außer vielleicht der kleine Stand der Pommes verkaufte. Aber so etwas kann man hier ja nicht essen…“ Wir bedankten uns höflich und freuten uns auf die „Pommesbude“. Und dann standen wir vor einer kleien Hütte, davor hinter Glas ein Berg mit Pommes und einige Fleischspieße. Wir fragten, was es denn kosten würde. Das haten wir mitlerweile gelernt, denn dann konnte es am Ende keine bösen Überraschungen geben. Der Preis war mehr als ok und so bestellten wir Pommes mit Krautsalat und ein paar Fleischspieße. Wir setzten uns in den kleinen Raum mit einem Tisch und zwei Bänken und probierten noch frisch aus dem Kühlschrank zwei Limonaden von hier. Einmal Fusana, eine Himbeerlimonade, die knallrot war und wie Inka Cola roch und schmeckte (das lag wohl an den Farbstoffen) und eine Ingwerlimonade. Die war wirklich wesentlich schärfer als die, die wir bisher hatten von Stoney (eine tansanische Marke, die von leider von Coca Cola aufgekauft wurde). Nach der Limo brauchte ich erst einmal ein Glas Wasser. Die Pommes waren lecker und die Fleischspieße auch. Die Jungs waren sich einig, es waren die besten Rindfleischspieße, die sie je gegessen hatten. Davon verdrückten sie dann auch alle, die es noch gab: 21 Stück! Insgesamt hatten wir 6 Teller mit Pommes mit tansanischem Ketchup und Krautsalat mit leckerer Sauce (wer wollte auch ne scharfe Chillisauce)und die Spieße. Was für ein Festessen. Immer wieder schauten Leute bei uns neugierig vorbei. Wir schienen hier als Familie etwas aufzufallen. Pommesnachschub gab es frisch aus der Küche hinter der Hütte. Die Küche war eine Feuerstelle auf der im schwimmenden Fett die Pommes gebraten wurden. Auf einem Eimer sitzend saßen zwei Junge sie einmal Kraut schnitten (ganz klassisch nach tansanischer Art, in der Hand. Mir wurde nun auch klar, warum alle so schneiden und nicht auf Schneidebrettern. Wie soll das denn gehen, wenn man Feuer sitzt, ohne dass da Staub oder Sand drankommt? Und der andere Junge schälte Kartoffeln für den Pommesnachschub. Völlig satt und glücklich traten wir den Heimweg an. Wie schön es doch ist, sofort leckeres Essen zu bekommen ohne stundenlanges Warten.