Auf der Website der kenyanischen Botschaft in Deutschland steht groß, daß man vor der Einreise ein (elektronisches) Visum beantragen soll.
Dies bedeutet dann mit einer ohnehin schwachen Internetverbindung Formulare ausfüllen. Dass diese Formulare immer wieder abstürzen scheint vorhersehbar, ein Zwischenspeichern von Daten – Fehlanzeige.
Nach insgesamt zwei Tagen hatten wir es aber geschafft: Das Visum für Florentine und mich ist durch . Jetzt müssen wir nur noch bezahlen . Mit der Visa Kreditkarte problemlos möglich , so zumindest laut Website . Florentine’s Visum konnten wir auch bezahlen , bei meinem Visum klappte die Bezahlung leider nicht .
Also der Sprung in die Realität: auf Nachfrage ist es problemlos möglich , entgegen der Aussage auf der Website , am Grenzübergang ein Visum für Kenya zu erhalten .
Wir verlassen uns also auf diese Aussage und fahren Montag morgen um 8 Uhr los in Richtung Nairobi . Nach 2 Stunden Fahrt sind wir dann auch in Namanga , am Grenzübergang .
Dort alle aus dem Bus aus , das gesamte Gepäck vom Dach des Buses wird auch abgeladen . Die Träger tragen unser Gepäck in das Abfertigung Gebäude , wir stehen an der Schlange für die Ausweise an . Diese Herausforderung: problemlos . Nach Kontrolle mit Kamera und Fingerabdrücken beider Hände erhalten wir den Ausreisestempel . Wir rücken in der Schlange weiter, ein Fenster nach links. Das gleiche Prozedere noch mal : Gesichtskamera, Fingerabdrücke beider Hände und einige Fragen.
Dann bekommen wir zwei A4 Zettel zugeschoben , die wir ausfüllen; insgesamt zwei Minuten . Damit ist die Visum Frage erledigt. Papier am Schalter war schneller als das elektronische Visum der Botschaft und es kostet weniger.
Dann zur Zoll Kontrolle, Taschen werden alle geöffnet; alle ! Plastiktüten , mit denen wir zum Beispiel die Schuhe eingewickelt haben , dürfen in Kenia nicht eingeführt werden . Wir haben ca. 10 bis 15 Plastiktüten ausgepackt und dann weggeworfen , die übrigen sind irgendwo in den Tiefen unseres Rucksack.
Eine tiefergehende Untersuchung erfolgt auch bei Berta , unserem Reise Kamel . Berta hat inzwischen eine Wunde und sie blutet vermutlich Holzspäne oder Sand; wir wissen es nicht – sie darf weiterreisen.
Nachtrag: Das evisa ist immer noch nicht da, wir sehen die 51$ Gebühr als Spende an Kenya, ein Land, in dem einfach konsequent gesagt wird „we don’t want plastic bags.“