Nachdem wir den Elefanten gute Nacht gesagt hatten, warteten wir auf unseren Uberfahrer, mit dem wir verabredet hatten, dass er in 1,5 Stunden uns wieder abholen kommt. Da wir in Kenia keine SIM-Karte haben und es dort kein Wifi gibt, hatten wir die Sache so gelöst, dass wir uns verabredeten. Flo meinte, dass wir ihm entgegengehen könnten bis zum Tor. Dies hieß, dass wir ein Stück durch den nationalpark spazieren würden. So richtig wohl war mir nicht dabei. Zumal uns noch 2 Leute vom Park ansprachen, ob wir wirklich zu Fuß gehen wollten und auf alle Fälle auf den Wegen bleiben sollten. Das war ja mal aufmunternd. Da war mal wieder das Motto, raus aus der Komfortzone angesagt. Wir sind selten zu viert zu schnell gegangen – ich hatte im Hinterkopf, dass es dämmert und Silas hatte auf dem Hinweg aus dem Auto Tiere gesehen (eine Hyäne?). Ich war jedenfalls froh, als wir am Tor angekommen waren. Von unserem Fahrer war jedoch nichts zu sehen. Es wurde dunkel und wir überlegten, was wir nun tun könnten. Einer der Leute aus dem Waisenhaus hielt mit seinem Wagen extra an und fragte, ob er uns helfen könne. Wir fragten, ob wir den Fahrer anrufen können. Leider war der Fahrer nicht erreichbar. Nun denn. Wir standen nun an der stark befahrenen Hauptstraße und die Sammeltaxis mit dröhender Musik rauschten an uns vorüber. Zum Glück sahen wir dann ein Tuktuk, das wir anhielten. Wir fragten, ob er uns weiterhelfen könne. Der Tuktuk-Fahrer meinte, dass er seinen Freund anrufen würde, er könne uns mit seinem Auto nach Hause bringen. Sollten wir es wagen? Es war mittlerweile dunkel, wir waren wirklich müde. So arg viele andere Möglichkeiten blieben uns nicht. Also warteten wir und hofften, dass er kommen würde. Was er dann auch tat. Etwas verspätet, da der Verkehr mal wieder nur stand. Wir vier waren alle sehr in Hab-Acht-Stellung, da wir nicht wussten, ob wir dem Fahrer trauen können. Flo stieg vorne ein und zeigte auf Google wo wir hinmussten. Cayo und Silas fragten immer wieder nach, ob wir auf dem richtigen Weg seinen. Ihnen steckte immer noch die Taxiserfahrung vo Pemba in den Knochen. Der Fahrer war wirklich nett. Flo fragte gleich nach seiner Familie und verwickelte ihn in ein Gespräch, so dass wir ein Gefühl bekamen. Wir waren wirklich gottfroh, als wir wieder zu Hause waren und alles gut gegangen war. Was für ein Abenteuer!