Matatu – eine Erfahrung der anderen Art

Als unsere Tour im Slum zu Ende ist, überlegen wir, wie wir wieder nach Hause kommen. Zu Fuß sind wir alle zu müde. Die beiden Guides begleiten uns zu den Matatus, so heißen die Sammeltaxis hier in Kenia. Wir zeigen ihnen, wo wir hinmüssen. An den kleinen Sammeltaxis gehen wir vorbei und stiegen dann gemeinsam in eines der größeren Busse ein. Ich kenne sie von unserem Abenteuer als wir bei den Elefanten waren. Abends und vor allem am Wochenende werden sie zu einer rollenden Disko mit lauter Musik und viel Alkohol. Als wir einstiegen platzt mir fast das Trommelfell. So etwas von laut. Ich überöege kurz, wieder auszusteigen, dann bin ich doch zu ko, um nochmals nach einer anderen Möglichkeit nach Hause zu kommen, zu schauen. Cayo hält sich die Ohren zu. Die Musik wird etwas leiser gestellt, dann fahren wir los. Immerhin habe ich mit Cayo einen Platz vorne an der Türe, die offen steht, so dass wir etwas Wind abbekommen. Ich bin Gpttfroh als wir aussteigen und erkennen, dass wir dort gar nicht hinmüssen. Wir verabschieden uns von unseren Guides und halten dann Kriegsrat, denn wir sind alle müde und durstig. Wir machen Kassensturz, denn wir haben unser ganzes Geld in Sachen aus den Projekten und Trinkgeld investiert. Reicht das noch für ein kleines Sammeltaxi? Wir fragen nach und haben Glück. Mit unserem letzten Geld nehmen wir das Taxi und kommen müde, erschöpft und glücklich nach Hause.

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