Dubai Fazit

Es waren vor allem Silas und Cayo, die unbedingt in Dubai Zwischenstation machen wollten. Das war unser Kompromiss als wir an Silvester 2017 unsere Route neu planten. Nepal fanden sie nicht so spannend, war uns aber sehr wichtig. Als wir schauten, wie wir von Tansania aus am besten nach Nepal kamen, sah ich, dass wir auf alle Fälle über ein arabisches Land Zwischenstopp machen müssten. Nach etwas Googelei fanden wir dann heraus, dass dr Flug von Nairobi aus wesentlich billiger ist als von Daressalam, so dass wir beschlossen von Tansania aus mit dem Bus nach Nairobi zu fahren und von dort aus über Dubai nach Nepal zu fliegen. Da ließ unsere Budget auch noch etwas Zeit in Dubai zu.

In Dubai waren wir genau zum richtigen Zeitpunkt. Hier konnten wir in aller Ruhe wieder westliche (ja sogar deutsche) Zivilsation tanken. Mit Brezeln und Lyoner waren wir alle im siebten Himmel. In Dubai gibt es wirklich alles, alles (außer unsere geliebte Kinderzahnpasta…) und so fühlte es sich für uns fast ein wenig wie Heimat an. Dazu kam, dass wir einige Zeit mit Anne-Laure, Christian und den Kindern verbrachten und über Studienzeiten und Frankfurt sprechen konnten. Auch das war wieder ein Heimatgefühl-Faktor. Die Kinder hatten endlich wieder deutsche Kinder um sich ud verstanden sich mit ihnen blendend.

Was mich an Dubai begeisterte, war die Tatsache, dass hier alles funktionierte und organisiert war. Die Metro kam zu dem angekündigtem Zeitpunkt, beim Taxifahren gab es einen Taxameter und man musste nicht vorher Preise verhandeln, alle sprachen Englisch, aus der Dusche kam richtig heißes Wasser (nicht nur lauwarm, so dass man sich das Warmwasser in seiner Fantasie vorstellen konnte) und nicht nur ein paar kümmerliche Tropfen, sondern ein richtiger Strahl. So schnell hatte ich noch nie auf meiner Reise meine Haare gewaschen, die Waschmaschine (es gab endlich mal wieder eine) wusch auch wirklich richtig sauber (Clementine hätte sich ein Loch in den Bauch efreut: porentief rein!). Ich fand die Gebäude und auch die Liebe, Dinge wirklich bis ins kleinste Detail zu planen, sehr faszinierend. Das zeigte sich zum Beispiel bei den Wasserspielen. Licht, Musik und Springbrunnen waren exakt aufeinander abgestimmt und das Programm wechselte an den verschiedenen Tagen. Man läßt sich hier etwas einfallen, um die Menschen hier zu beeindrucken.

Ich fand es sehr überraschend, als wir bei Toastmasters waren, zu sehen, wie aktiv die Frauen hier sind (auch die Emiratis), zumindest in diesem Club.

Am besten jedoch hat mir die Wüste gefallen. Als ich auf den Dünen stand und in die Fern eblickte, wurde mir erst so richtig bewusst, dass ich die Wüste ganz schön vermisst hatte.

Beim Lesen der Schilder und dem Anblick der Menschen in ihren traditionellen Gewändern, tauchten viele Erinnerungen aus meiner Kindheit wieder auf, als wir eine Zeit lang in Saudi Arabien lebten. Und plötzlich fielen ir auch wieder einige Fetzen Arabisch ein. Es war ein klein wenig eine Reise in meine Kindheit.

 

Wir haben un shier in Dubai absolut sicher gefühlt. Während ich krank im Bett lag und Flo nochmals bei den Toastmasters war, schlenderten Cayo und Silas in der Dubai Mall herum (sie hatten bis dorthin den gleichen Weg wie Flo) und nahmen dann die Metro zurück nach Hause. Das war überhaupt kein Problem.

Was den Aufenthalt in Dubai besonders gemacht hat, war die Zeit, die wir gemeinsam mit Anne-Laure und ihrer Familie verbrachten. Da bestätigte sich wieder einmal meine These, dass es oftmals gar nicht so das Land ist, das eine Reise ausmacht, sondern die Menschen, denen man begegnet.

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