In Dubai gibt es für Kinder zwischen 2-14 Jahren die Möglichkeit, einen Tag lang Erwachsene zu spielen. Dafür gibt es eine eigene Kinder-Stadt für sich. Das Ganze nennt sich KidsZania und wurde 1999 von einem Mexikaner erfunden. Mittlerweile gibt es die Stadt an 20 verschiedenen Orten. Die Kinder checken mit ihrem Boardingpaß ein und bekommen 50 KidZos, die Währung der Kinderstadt. Sie haben nun die Möglichkeit, in verschiedene Berufe zu schlüpfen, sei es als Pizzabäcker, Polizist, Feuerwehrmann, Modell, Arzt, Regaleinräumer, etc. .Große Firmen wie Coca Cola, Mc Donalds etc. sponsern das Ganze. Die Kinder müssen nun vor Ort schauen, welche Jobs es gibt. Wie im echten Leben, gibt es Jobs, bei denen viel Andrang herrscht (z.B. Arzt) und welche, für die sich weniger Kinder interessieren. Silas und Cayo waren hellauf begeistert. Selbst die Tatsache, dass alles auf Englisch war (normalerweise für die Kids eher abschreckend!), war überhaupt kein Problem. Was die Sprache anbelangt, so hat es bei den Kids (vor allem bei Silas) einen Rappler getan und er qutscht die Leute nun einfach an, egal, ob das nun fehlerfrei ist oder nicht. Während die Kids in der Kinderstadt waren, setzten wir uns in ein Café in der Dubai Mall. Zu einem bestimmten Zeitpunkt trafen wir uns am Eingang, um abzusprechen, ob und wie lange die Kids noch bleiben wollten.
Die Kinder hatten echt Spaß, versuchten sich als Pizzabäcker (das Stückchen Pizza, das sie buken, mussten sie dann für ca. 5 Euro noch kaufen – das fand ich schon seltsam, zumal die Firmen das Ganze ja auch noch sponsern). Stolz präsentierten sie die Urkunde als Chefpizzabäcker und erklärten das Prinzip: „Du musst eben in die Geschäfte und zu den Organisationen reingehen und nach einem Job fragen. Je nachdem, ob was frei ist, kannst du arbeiten. Am einfachsten war es Polizist zu sein. Da läufst du nur 10 Minuten durch die Gegend und fragt die Kinder, ob du ihnen helfen kannst. Und dafür bekommst 10 KidZos.“ Sie arbeiteten als Krankenwagenfahrer (beim Arzt mussten sie zu lange warten). Silas empörte sich darüber, dass ein Kind, das zu spät kam, als „Opfer“ arbeiten konnte und nur dafür 50 KidZos bekam, während sie jede Menge zu machen hatten: Halskrause anlegen, …. und nur 10 KidZos bekamen. Beide waren auch Piloten und Feuerwehrmänner und Cayo Rennwagenfahrer. Entrüstet erzälte er, dass er erst einmal 10 Kidzos bezahlen musste, um pberhaupt den Führerschein zu machen und dann nochmals für eine Runde fahren. Am Ende hatten die Kinder weit mehr Geld verdient, als sie ausgeben konnten, z.B. für das Hochklettern einer Kletterwand… Als sie nach fast 5 Stunden wieder bei uns waren, brachten sie uns stolz ihre zweite selbst gebackene Pizza zum Probieren mit und machten Kassensturz.