@ Juliane & Co: unsere Hütte

Wir sind in der runden nepalischen Steinhütte untergebracht, die etwas unterhalb des Hauses liegt. Shamser war es wichtig, dass wieder Häuser im traditionellen Stil ebaut werden, um die Tradition weiterzuführen. Er musste ganz schön suchen, bis er einen alten Mann fand, der noch wusste, wie die Hütten gebaut werden. Der alte Mann hatte vor 40 Jahren seine letzte Hütte gebaut. Unsere Steinhütte ist rund mit einem Wellblechdach. Seitlich gibt es ein paar Glasfenster und sonst ein paar Gucklöcher ohne Fenster für die Belüftung. Hier haben eigentlich 8 Leute Platz drin. Wir haben erst mal die Hütte für uns. Was für ein Luxus nach der Wohnerfahrung in Dubai. Nebenan gibt es draußen einen Wasserhahn und im separaten Steinhüttchen die kalte Dusche und ein „Not-WC“ mit Eimern. Das richtige WC mit Wasserspülung ist oben im Haus, ca. 300m entfernt von der Hütte. Vor unserer Hütte ist ein kleines Bänkchen, auf dem wir ins Tal und auf die Berge schauen können und auf die ehemalige Residenz der Könige von Nepal, als sie noch ihren Wohnsitz in Gaunsahar hatten, bevor sie nach Katmandu zogen.

Die erste Nacht war ziemlich kalt, trotz Schlafsack und Decke. Wir bekamen weitere Decken, so dass es ab da ganz erträglich war. Geschlafen haben wir dann mit vielen, vielen Schichten: Pulli, Fleecejacke, Kapuze auf, Cayo und Silas zogen ihre Mützen und Pulswärmer an. Meine Matraze ist steinhart, fast genauso, wie das Holzbrett, auf dem wir schlafen. Nach einer Weile gewöhnt man sich auch daran. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr wir mittlerweile anpassungsfähig geworden sind – auch die Kinder. Sie motzen zwar manchmal, wissen jedoch genau, dass es Dinge gibt, die man nicht ändern kann und nehmen die Dinge dann sportlich oder mit Humor.

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