Namaste:
Das wohl wichtigste Wort hier in Nepal. Es bedeutet wörtlich übersetzt: „Verbeugung zu dir“. Dabei legt man die Handinnenflächen zusammen und bringt sie vor die Brust und neigt dabei leicht den Kopf. Namaste geht fast immer: zur Begrüßung, zum Willkommen heißen, zum Bedanken, immer dabei schön lächeln! Wenn ich im Dorf Menschen begegnete und sie mit Namaste grüßte, haben sie zurückgegrüßt und die Hände vor der Brust genommen, selbst, wenn sie gerade dabei waren, etwas Schweres zu tragen. Ich fand es immer sehr angenehm, von den Menschen dabei angelächelt zu werden und frage mich, warum wir in Deutschland so wenig lächeln. Während die Menschen in Afrika uns offenherzig anlachten, wird hier gelächelt. Ich glaube, ich habe nochnie so viel gelächelt wie in Nepal und das fühlt sich wirklich gut an, denn man nimmt sich einen kurzen Augenblick mehr Zeit, um den Menschen anzublicken als sonst in Deutschland. Das möchte ich gerne beibehalten, wenn ich zurück in Deutschland bin.
Babu:
Babu heißt Junge. So bezeichnet man kleine Jungen bis sie 13 Jahre alt sind. So werden oft die kleinen Jungen nicht mit ihrem Namen gerufen, sondern einfach nur Babu.
Nani:
Nani heißt Mädchen. Kleine Mädchen werden Nani gerufen.
Wenn wir mit Silas und Cayo unterwegs sind, dann fallen wir in der Regel immer auf, denn europäische Kinder finden die Menschen hier faszinierend. Dazu ist Cayo nun während der Reise recht blond geworden, was viele Leute hier sehr interessant finden und gerne über sein Haar steichen bzw. in seine Backen kneifen. Cayo flüchtet mittlerweile und wehrt sich dagegen, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Als ich ein kleines Mädchen war, ging es mir in Indien genauso. Die Frauen sprechen uns dann immer interessiert an und wollen wissen, ob die Kinder Jungs oder Mädchen sind. „Babu, Babu“ ist dann meine Antwort und die Frauen erzählen dann über ihre eigenen Kinder. Wir verabschieden uns dann mit einem Namaste und jeder geht seines Weges.