Das nächste große Projekt an der Schule ist der Bau eines Computerraumes. „Es soll etwas Besonderes werden. Die Kinder sollen genug Platz haben, es soll gemütlich sein, mit einem Sofa und die Kinder können dann an den Laptops arbeiten. Shamser hat bereits eine Spenden-Zusage von 10 neuen Laptops aus Singapur. Fehlt „nur“ noch der Raum. Es wird wieder ein nepalisches Steinhaus werden. Zuerst bedeutet das graben: mit Spitzhacke, Schaufel geht es ran. Zum Glück ist Nico ein Supermann, der unbegrenzte Kraft zu haben scheint und in einem fort gräbt und schaufelt. Gefühlt hat er 90% der Arbeit getan und wir restlichen, die 10%. Dennoch haben wir alle am Abend Blasen an den Händen und Rückenschmerzen. Wir wechseln uns ab, wer unterrichtet und wer am Haus weiterbaut. Es steht nun an, dass Fundament zu bauen, d.h. Steine in die gegrabenen Gräben zu schütten. Ein nepalischer Handwerker ist vor Ort und legt sich dann die Steine so zurecht, wie er es braucht. Steine schleppen fand ich wesentlich angenehmer als Graben. Wir machten teilweise eine Kette und zu sechst waren wir in 3 Stunden damit fertig. Ich war völlig überrascht, wie schnell das ging. Selbst Shamser meinste, dass er nicht damit gerechnet hatte, dass wir so schnell sind. Er dachte, dass wir den ganzen Tag brauchen würden. Beim Steineschleppen motivierte mich auch der Gedanke, dass wir hier für die Kinder einen schönen Raum schaffen, an dem sie viel Spaß haben werden und etwas für ihre Zukunft lernen können – da wurde aus Steine schleppen plötzlich, wir tun etwas für die Zukunft der Kinder. In den Pausen schauten die Kinder neugierig zu, so waren wir als Bauteam auch Teil der Schule.



