Das Panzernashorn gibt es nur noch in Nordindien und Nepal. Bis zu 4cm Dick ist die Haut des Panzernashorns. An manchen Stellen bildet die Haut Falten, so dass das Nashorn aussieht, als ob es einen Panzer trägt. Als ich das Panzernashorn von Nahem sah, hatte ich den Eindruck, dass der von Albert Dürer geschaffene Holzschnitt, den er vom Hörensagen von einem Panernashorn, angefertigt hatte, lebendig wurde. Faszinierend, wie er das gemacht hatte. Und dabei hatte er das Tier wohl nie selbst gesehen.
Das Panzernashorn hat auch nur ein Horn, im Gegensatz zu den Nashörnern in Afrika. Das Horn wird weniger fürs Kämpfen mit anderen Nashörnern eingesetzt, sondern mehr, um bei der Suche nach Nahrung zu helfen. Das Horn wir eher für einen rituelles Fechten benutzt. Wenn das Nashorn mit einem anderen kämpft, dann benutzt es eher die Zähne, als sein Horn.
Eigentlich bräuchte das Panzernashorn ein Brille, denn es sieht wirklich ganz, ganz schlecht. Dafür ist sein Gehör und sein Geruchssinn sehr gut ausgebildet. So kommuniziert es über den Geruch, indem es Sekrete absondert, die andere Nashörner intensiv beschnüffeln. Es gibt auch verschiedene Laute von sich: Schnaubend nimmt es Kontakt zu den anderen auf. Wenn es so richtig sauer ist, dann beginnt es zu Röhren oder Blöken. Kälber muhen wie eine Kuh, wenn sie nach der Mutter rufen. Wenn es darum geht, sein Territorium zu markieren, so macht es das Panernashorn wie der Hund: Pippi heisst das Wundermittel. Kaka dagegen nicht. Bei vielen anderen Nashornarten dient auch der Dung dazu, das Territorium zu markieren. Die Panzernashörner machen das nicht. Sie haben wie eine Art Klo, also einen festen Ort, an dem sie machen. So eine Panernashorn-Klostelle kann dann auch manchmal mehrere Meter hoch werden.
Auf dem Speiseplan steht beim Panernashorn eine ganze Menge: ca. 150kg Essen kommt da auf den Tisch! Pflanzen, Früchte und Gräser. Auch das Panzernashorn isst saisonal: In der Trockenzeit fast nur Gras. Mit der spitzen Oberlippe kann es das Gras gut abrupfen. Während der Regenzeit gibt es dann Früchte und Blätter oder auch Bambus.
Das Panernashorn ist im Gegensatz zu den anderen Nashornarten so richtig fit, was das Schwimmen anbelangt. Es schwimmt gerne und viel und kann sogar unter Wasser grasen. Das gefunde Fressen wird dann, wieder mit dem Kopf aus dem Wasser zerkaut.
Dreck ist wichtig und gesund! Auch für das Panernashorn. Denn durch das Lecken am Boden nimmt es Mineralien auf. Zudem verbringen sie viel Zeit damit (über die Hälfte des Tages), sich im Dreck zu wälzen und zu suhlen. Das ist ihre Klimaanlage und macht auch noch schön sauber! (von den Parasiten, die sich auf der Haut angesiedelt haben).
Eine Panernashornkuh ist 16 Monate schwanger und hat immer nur ein Baby. Bei der Geburt ist das Baby 60 bis 75 kg schwer. Es ist schon nach 30 Minuten nach der Geburt topfit und kann dann stehen. Durst hat es auch jede Menge, ganze 30 Liter trinkt es am Tag, da überrascht es nicht, dass es jeden Tag 1 bis 2 kg zunimmt. Zugefüttert wird das Klab mit Gras ab de dritten Monat. Nach 3 Jahren zieht das Kalb von zu Hause aus.
Altersheime für Panernashörner braucht man nicht, denn die Tiere werden in der freien Wildbahn ca. 40 Jahre alt. Natürliche Feinde hat das Nashorn nicht, außer Tiger, die die Nashornbabys reißen.
Hier in Chitwan im Nationalpark leben von den ca. 650 Tieren knapp über 600. Die restlichen Tiere leben in anderen Reservaten.