Unser Guide stellte den Gharial als ein vegatarisches Krokodil vor – vielleicht weil er nur Fische isst und für die Menschen daher ungefähtlich ist.
Der Gharial lebt heute nur noch in Nepal und in Nordindien und gehört zur Gattung der Krokodile. Sie sind stark bedroht und stehen daher seit 2007 als kritisch gefährdet auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Früher lebten sie in Butan, Bangladesch und in Myanmar. Dort sind sie jedoch ausgestorben. Es gibt viele verschiedene Ursachen, warum es nur noch wenige Ghariale gibt. Zum einen wurden sie wegen ihrer Haut gejagt und weil man aus ihnen Medizin machte. Die Eier galten als Delikatesse. Der Gharial wurde auch getötet, weil er als Konkurrenz für die Fischer gesehen wurde. In den letzten Jahren waren jedoch vor allem der schwindende Lebensraum, die Anlage von Staudämmen, Bewässerungskanälen, Trockenlegungen, die Änderung und Begradigung von Flussläufen,… dafür verantwortlich, dass der Gharial nicht mehr überleben konnte
Den Gharial kann man ganz gut daran erkennen, dass er eine lange sehr schmale Schnauze hat. Die Männchen haben am Ende der Schnauze einen recht großen Knubbel. Der Knubbel dient dazu, wenn die Tiere schnauben, dass das Zischen der Tiere lauter wird, so dass er fast einen Kilometer weit zu hören ist.
Wir haben einige Ghariale im Rapti-River in chitwan im Nationalpark gesehen. Sie werden hier in der Auszuchtstation ausgebrütet und bleiben so lange in der Aufzuchtstation (ca. 3 Jahre), bis sie in der freien Natur überleben können. Sie werden dann in geschützte Gebiete ausgesetzt. Normalerweise überleben in der freien Natur nur 1% der geschlüpften Gahriale. Trotz der Arbeit in der Aufzuchtstation ist es bisher noch nicht gelungen, so viele Ghariale aufzuziehen, dass die eine ausreichende Anzahl an Gharialen haben, um die Art langfristig überleben zu lassen.
Von allen Krokodilartenist der Gharial am besten ans Wasser angepasst., Seine Beine sind zu schwach, um am Festland gut voranzukommen. So kommen die Tiere eigentlich nur an Land, um sich auf den Sonnenbänken zu trocknen und ihre Eier abzulegen. Sie ernähren sich meist nur von Fisch und sind so für die Menschen nicht sehr gefährlich.