Es war schon etwas seltsam, nach über 43 Jahren wieder meine Heimatstadt zu betreten. Es war eine Mischung von vielen verschiedenen Gefühlen: Furcht, dass meine Erwartungen (welche?) enttäuscht werden könnten, dass ich Indien und Bangalore schlichtweg ganz schrecklich finden könnte (alle Leute, die wir getroffen haben und in Indien waren, liebten Indien oder hassten es, dazwischen gibt es wohl nichts), dass ich mit dem Land gar nichts anfangen könnte oder dass ich überhaupt gar keine Erinnerungen haben könnte.
Der Flughafen in Bangalore ist sehr neu und modern, so hatte ich mir Indien nicht vorgestellt. Am Ausgang hiengen Plakate, die Heli-Taxi-Flüge von der Stadt zu, Flughafen in 15 Minuten anbieten. Das hatte ich bislang in noch keinem Land gesehen. Wir fuhren mit dem Uber-Taxi zu unserer Wohnung. Die Autobahn vom Flughafen in die Stadt ist gut ausgebaut und am Straßenrand stehen die Plamen in einer Reihe. Anfangs hatte ich gar kein Gefühl und auch keinerlei Erinnerungen an „damals“ , als wir jedoch näher in die Stadt kamen, da war das Indien-Feeling da. Indien ist laut, knallig, bunt, schrill. Neben Bangalore ist Kathmandu ein verschlafenes Bergdorf. Hier in Bangalore gibt es auch jede Menge Geld im Vergleich zu Kathmandu.