Der Bandhavgard Nationalpark hat die höchste Tigerdichte in Indien. Es gibt hier zwischen 65 und 70 Tiger. Hört sich nach nicht viel an, ist es eigentlich auch nicht. Im Anbetracht, dass die Tiger vom Aussterben bedroht ist, ist es dann wieder recht viel. Zu viert im Jeep fahren wir um 6.00 Uhr morgens los in Richtung Park. Wie angenehm; der Jeep ist elekrtisch und angenehm rihig beim Fahren. Die Kinder sind noch hundemüde und kuscheln sich an uns an. Ich genieße die Morgendämmerung und diese Stimmung vom ganz frischen und noch unberührten Tag. Überall sind die Menschen bereits auf den Beinen. Viele Frauen und Kinder sind mit kleinen Körben unterwegs und sammeln Blüten von den Bämen, aus denen Wein hergestellt wird. Und dann sind wir am Park und haben noch nicht einmal das Tor passiert, als alle aufgeregt herumfuchteln. Der Jeep fährt schnell zur Seite. „Tiger, Tiger!“ Und dann sehen wir ihn oder besser gesagt sie: Eine Tigerdame steht da und dreht sich zu uns um. Sie hat einen wunderschönen Kopf und eine faszinierende Fellfärbung. Wir staunen alle und wollen mit dem Fernglas gleich noch näher an den Tiger herankommen. Die Kinder sind etwas wehmütig, da wir nur den kleinen Foto und unsere Handys haben und kein Mega-Teleobjektiv. Wir machen zwar ein paar Fotos, wissen jedoch, dass das, was wir mit unseren Augen sehen, wir so gar nicht mit dem Foto festhalten können. Es sind Erinnerungen im Herzen und nicht um auf Whats App herumzuschicken. Als die die Tigerdame so anschaue, verstehe ich wieder einmal nicht, warum der Löwe der König der Tiere sein soll. Oder vielleicht doch? Denn dann ist der Tiger der Kaiser unter den Tieren. Es geht solch eine Anmut von diesem Tier aus, das ist faszinierend.
Während der restlichen 4 Stunden haben wir weniger Tigerglück, Dafür sahen wir Pfauen, einen Schakal, Adler, Wild, Eisvögel, Marabus…. Als wir wieder am Anfang am Gate waren, sagte uns der Mann am Gate, dass vor ein paar Stunden 4 Tiger die Straße überquert hatten: Da hatten wir einfach Pech gehabt. So ist das eben, wenn man in der Natur und nicht im Zoo unterwegs ist. Wir sind dennoch froh, dass wir die Tigerin gesehen haben.