9 Monate fast immer 24 Stunden gemeinsam unter einem Dach, vier Leute, die man fast sein ganzes Leben lang bereits kennt. Jeder mit einer eigenen Persönlichkeit, eigenen Ecken und Kanten. Auf die Dauer ist das während der Weltreise die eigentliche Herausforderung: diese gemeinsame Zeit gut zu verbringen, schöne gemeinsame Moment zu haben und sich gleichzeitig nicht auf den Keks zu gehen. Das ist die Kunst auf dieser Reise. Ich muss zugeben, das gelingt uns nicht immer. Manchmal gewittert und stürmt es auch bei uns ganz schön.
Vor ein paar Tagen war es gar kein Stürmen und kein Gewitter, es war einfach eine echte tiefe Krise. Jeder von uns war angenervt, von den anderen, der Situation hier, der nicht vorhanden Zugtickets, dem fehlenden Bargeld, hier in der Lodge festzusitzen…. und vor allem darüber, dass uns unser gewohnte Umfeld, unsere Freunde, unsere Familie uns so richtig fehlte. Am liebsten hätten wir alle unsere Rucksäcke gepackt und wären in Richtung Frnakfurt geflogen.
Als sich die Kinder beschwerten und ich auch in ihren Augen diese Traurigkeit und das Heimweh sah, da konnte ich zu ihnen nur sagen: „Ihr habt recht. Die Situation ist gerade so richtig bescheiden. Auch ich habe Heimweh und würde gerne nach Hause.“
Und was hilft dagegen? Einfach etwas tun! Wir haben dann Dominion gespielt und uns überlegt, was jeder sich von uns wünscht, wenn wir in Deutschland wieder nakommen, wenn wir wieder in unserem Haus sind, was wir dann gerne machen würden. Iwr haben so übertrieben herumgesponnen, dass wir wieder lachen konnten, über uns und die Situation. Und dann war es auch gar nicht mehr so schlimm.
Und wir haben beschlossen, dass wir die Kinder und uns eine Überraschung machen werden. Mal sehen, ob es klappt.