Mathe, Physik…. wird plötzlich ganz praxisnah

Wir machen gerade eine Schullernpause, d.h. wir lernen gerade nicht mehr aus dem Buch, sondern machen Mathe und Physik ganz praxisnah, indem wir gemeinsam die Theorie für den Tauchschein besprechen und lernen. Ist ne ganze Menge Stoff und für die Kids, die ja in der Freien Schule sind und es nicht gewohnt sind, dass ihr Wissen durch Tests abgefragt wird, etwas echt Neues. Physik wird hier plötzlich ganz greifbar (was passiert mit der Luft, wenn man 10 m tiefer geht?) und auf einmal ist Mathe auch ganz praxisnah und nicht nur eine Zahlenjongliererei. Denn, wenn es darum geht, einen Tauchgang zu planen und wie lange man unten bleiben kann bzw. wann man umkehren muss, dann ist es elementar, Mathe richtig zu können. Ein wenig Biologie und Chemie ist auch dabei, wenn es darum geht, zu erklären, wie die Luft zusammengesetzt ist und wie sich der Stickstoff im Körper verhält. Flo und ich waren wirklich überrascht, wie schnell die Kinder den Stoff gelernt haben. Silas ging in den Tabellen und in den Mathedingen förmlich auf. Cayo dagegen las das ganze Manual gefühlte fünf Mal und kannte jedes kleinste Detail davon, denn für ihn ist der Tauchschein einer seiner Lebensträume. Er ist uns damit schon seit Galapagos in den Ohren gelegen. Wir dachten, dass er bis 12 warten muss, bis wir erfuhren, dass es schon ab 10 Jahren möglich ist. Für ihn war klar, dass er mit 12 seinen Tauchschein machen will, um dann wieder nach Galapagos zu gehen und dort zu tauchen – so zumindest sein angestrebtes Ziel. Nun, da er bereits jetzt den Tauchschein machen kann, ist er ganz aus dem Häuschen und befasst sich mit fast nichts anderem mehr.

Wir waren ganz froh, dass wir den ganzen Stoff auf Deutsch machen konnten und auch die Tauchlehrerin eine Deutsche ist, so dass es mit der Sprache dann doch etwas einfacher ist, als alles auf Englisch übersetzen zu müssen.

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