So einfach unter Wasser zu tauchen und vom Atemgerät zu atmen, das war für mich schon ein wenig eine Überwindung. Flo und in die Kids waren bereits abgetaucht, als ich noch mit mir haderte, ob ich wirklich der Technik vertrauen könnte. Ich bewunderte das Gottvertrauen der Kids, die sich mit all den Geräten pudelwohl und sicher fühlten. Ich war ja nur im Pool und wusste, dass ich nur ein paar Meter unter Wasser war, dennoch war es für mich sehr seltsam. Ich überlegte kurz, ob das wohl der richtige Sport für mich sei – ich wollte ihm eine Chance geben.
Die verschiedenen Übungen, die wir machen mussten, Tarieren lernen, den Atemregler aus dem Mund nehmen und den Ersatzregler nutzen – für mich war das eine echte Herausforderung.
Einer nach dem anderen machte die Übung mit der Tauchlehrerin. Während ich mir meine Zeit nahm und damit klar zukommen, machten die Kinder mit ihrem Atemregler Blasen und konnten gar nicht verstehen, warum ich mich so „anstellte“. Dank Sina, der gedulgigsten Tauchlehrerin der Welt, konnte auch ich meine Befürchtungen ablegen und wurde mit jedem Male sicherer.
Der nächste große Schritt war es, vom Pool ins Meer. Anfangs bekam ich von den vielen schönen bunten Fischen gar nichts groß mit, da ich so mit den Apparaten beschäftigt war. Wieviel Luft hatte ich noch? Wo war mein Buddy? Druckausgleich?
Die Kinder waren wie die Fische im Wasser, während Flo und ich mit dem Abtauchen kämpften, da der Druckausgleich nicht so einfach war. Und so mussten sich alle an den Langsamsten orientieren – auch mal eine Erfahrung, dies auszuhalten.
Und so wurde der Tauchschein für mich eine echte Selbsterfahrung, bei der ich meinen eigenen Ängsten begegnete und mich ihnen stellte. Anfangs war ich noch skeptisch, ob das wirklich etwas für mich ist. Dann mit der gewonnenen Sicherheit, machte es mir richtig Spaß. Es ist schon etwas anderes, Fische nur von oben beim Schnorcheln zu beobachten, als unten zu sein und richtig hinschauen zu können.