wieder 1000 neue Facebookfreunde

In der Fabrik war es echt heiß. Draußen hatten wir 39 Grad und drinnen war es zwar etwas kühler, da es Ventialtoren an den Decken gab, heiß war es dennoch. Die Meänner in der Fabrik waren eifrig dabei, lange Stoffbahnen mit holzgeschnitzen Stempel zu bedrucken. Beeindruckend, wie akkurat sie die Stempel setzten. Und dann diese riesige Anzahl an wunderschönen fein geschnitzen Holzstempel war überwältigend. Am leibsten hätte ich sie alle mitgenommen! Wir durften nun auf Zeitungspapier probestempeln. Gar nicht so einfach, denn es gibt jede Menge zu beachten. Genaz knifflig ist es, einen Stempel an den anderen aneinanderzureihen, ohne dass es ungenau ist. Was für eine Herausforderung. Da wird Stempeln zur Meditation. Das sagte ich einem der Stempelmeister, der nur lachend meinte, dass jede Kunst Meditation sei!

Nachdem wir auf Zeitungspapier geübt hatten, spannten wir 2 Meter Stoff auf. Nun ging es los. Immer wieder wurde uns geholfen, wenn wir uns verstempelt hatten (Ich hatte mir wohl einen schwierigeren Stempel ausgesucht, als ich dachte. So wurde immer wieder der Meister der Truppe gerufen, um die Fehler auszubügeln. Cayo und Silas hatten eigene Assistenten bekommen, die die beiden super unterstätzen, auch wenn die Kids weder Hindi noch die Inder Englisch sprechen konnten. Hat dennoch funktioniert. Zur Mittagspause bekamen wir leckeren Dahl und Reis und durften im klimatisierten Büro essen. Die anderen im Team aßen in der Fabrik und machten unter den Arbeitstischen auf dem Boden einen Mittagsschlaf. Während wir mit Drucken beschäftigt waren, bekam Flo vom Chef die Muster und Stoffe erklärt und wie sie am Computer damit arbeiten. Am Ende zückten alle ihr Smartphone, um Fotos zu machen und fragten nach unserem Facebookaccount. Unser Stempelmeister erklärte uns stolz, dass er hier auf dem Gelände wohne und schon als Kind mit dem Stempeln begonnen hatte. Er fragte Cayo, ob er nicht hierbleiben wolle und auch ein „Stempler“ werden wolle.

Am Eingang des Gebäudes war ein großes Schild angebracht, dass Kinder hier nicht arbeiten dürfen. Wir haben tatsächlich keine Kinder hier gesehen, während wir hier waren.

Als wir nach 5Stunden fertig waren, wurden wir sogar noch mit dem Auto bis zur nächsten Tuktuk Station gefahren, da wir hier so sehr außerhalb waren. Wie lieb von den Menschen hier.

Ich habe mich hier sehr willkommen gefühlt und es war eine schöne Erfahrung für uns.

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