Morgens, nach dem leicht schlaflosen Flug kamen wir um kurz vor 7.00 Uhr an. Zum Glück ging es Cayo wieder gut – keine Ahnung was mit ihm im Flugzeug los war. Alles ging super schnell: Passkontrolle, Zoll, unser Gepäck… und schon waren wir in der Eingangshalle.
Etwas kribbelig war ich schon – ich hatte Yuko und Hisayoshi zuletzt 2003 gesehen, als sie ihre Hochzeitsreise nach Deutschland machte und uns besuchte. Wir haben mittlerweile beide Familie: ob sich die Kinder verstehen würden?
Ich hatte in Japan 1995 ein halbes Jahr in Japan gelebt, ein Praktikum gemacht und für meine Diplomarbeit recherchiert. Es war für mich eine sehr schöne Zeit, in der Yuko und ihre Familie wie eine Familie für mich waren, wenn ich sie am Wochenende besuchte, um aus dem lärmenden Tokio zu entkommen. Ich hatte so viele verschiedene Erinnerungen an diese Zeit und Flo und den Kindern viel darüber erzählt. Nun konnten sie sich selbst ein Bild machen. Es würde spannend werden, denn Silas und Cayo sind recht energiegeladene Kinder – wie sie sich hier wohl fühlen werden, in einem Land, in dem Disziplin und Regeln oberste Priorität haben.
Als wir in der Eingangshalle waren, standen sie auch schon alle 4: Yuko, Hisayoshi, Hinata und Hannano! Sie mussten wirklich sehr, sehr früh aufgestanden sein, um uns abzuholen, denn Zama liegt knappe 2 Stunden vom Flughafen Narita entfernt.
Anfangs waren alle ein wenig schüchtern und befangen (das lag wohl auch daran, dass wir nicht allzuviel geschlafen hatten).
Sie hatten extra ein größeres Auto gemietet, damit wir alle und das Gepäck unterkommen konnten. Was für ein Luxus, wenn ich an unsere Fahrt in Indien mit dem Tukuk, uns Vieren und dem Gepäck denke…..