Momentan ist das Wetter in Japan etwas launisch und es regnet immer mal wieder. Da habe ich erst bemerkt, wie sehr wir bislang vom Wetter verwöhnt waren. Fast nur gutes Wetter!
Ich wollte noch zum Supermarkt, ein paar Sachen einkaufen, um etwas Deutsches auf den Tisch zu zaubern. Es regnete ein wenig, sod ass wir einen Regenschirm mitnahmen. Nach ein paar Metern wurde der Regen stärker und auch der Wind nahm an Stärke zu. So schnell ließen wir uns nicht klein kriegen! Mit aufgespannten Schirm stapften wir munter weiter. Allein gegen den Sturm! Es kam eine Windböe und es war um den Schirm geschehen! Die Stäbe klappten nach oben – ein klassischer Schirmtod! Doch anstatt den Schirm zu betrauen bekamen wir beiden einen Lachkrampf. Mitten im Regen und Wind – ohne Schirm. Das irritierte die Autofahrerer gehörig.
Jetzt wurden wir so richtig naß und kämpften uns bis zum Supermarkt vor. Da wir uns ja mittlerweile an die japanischen Gepflogenheiten gut angepaßt haben, steckten wir die Überreste des verstorbenen Schirms in eine der vorgesehenen Schirmplastiktüten (so gut es ging, da er sich nicht mehr klein kriegen ließ). Nun hatten wir einen neuen Artikel auf unserem Einkaufszettel. Wir waren bis auf die Unterhosen pitschnaß.
Als wir in aller Ruhe eingekauft hatten und gerade dabei waren, aus dem Supermarkt zu gehen, kam Yuko angerannt, die uns mit dem Auto abholte. „Bei diesem Regen könnt ihr doch nicht einkaufen gehen!“ Wir waren froh über unsere Retterin, denn den ganzen Weg zurückzugehen wäre mehr ein Schwimmen gewesen.
Und wir haben nun einen guten Überblick über all die verschiedenen Schirmmodelle, die es im Supermarkt gibt. Der Vielfalt nach zu urteilen, regenet es in Japan häufiger als ich dachte.