Es ist immer wieder ein Abenteuer, in einem anderen Land ganz normale Dinge im Haushalt zu erledigen, denn oft steckt die Tücke im Detail. So kann aus einfachen Arbeiten eine Herausforderung entstehen und man ist über alles Glücklich, wenn bspw. eine Maschine das tut, was man sich wünscht. Hier in Japan ist alles hochtechnisiert. Backen, Waschen, Trocknen,…. überall gibt es gefühlte 1000 Knöpfe mehr als in Deutschland und alles selbstverständlich mit japanischen Schriftzeichen versehen. Der Spur nach kann ich das lesen, doch im Detail wird es dann schon schwieriger. Wenn man dann mal damit anfängt, ein paar Knöpfe zu drücken, ertönt mit 100%iger Sicherheit eine Stimme, um einen bei der Arbeit zu unterstützen. Manchmal kommt auch eine Melodie oder ein gesungenes Lied. Ich habe mir bereits überlegt, ob die japanische „Hausfrau“ so einsam ist, dass sie ihren persönlichen Coach braucht?
Ich habe bei Yuko mich daran gewagt, den Backofen zu benutzen, um einen Zwiebelkuchen und einen Schokokuchen zu backen. Nachdem Yuko mir eine Einführung gegeben hatte, war es beduetend einfacher sich im Knöpfedschungel zurechtzufinden.
Spannend fand ich ja die Waschmaschine. Man wirft alles an Wäsche in die Maschine, dann wartet man einige Sekunden, denn die Wäsche wird gewogen und das entsprechende Waschprogramm, inklusive Wasserbdearf und Dauer wird dann ausgerechnet. Das hat mich mächtig beeindruckt.
Haushalt auf japanisch ist nicht nur Hightech, sondern auch sehr kawaii (niedlich – wie fast alles hier in diesem Land). Es gibt daher süße Monsterwischmopps, geblümte Microfaserlappen, etc….. Ich weiß, dass es das nun auch bei uns gibt, jedoch nicht so häufig und in dieser Auswahl. Man muss schon länger suchen, um einen MickyMouse Abwischtuch zu finden. In Japan bekommt man das im 100 Yen shop.