Unser Guide in Sakamoto hatte mit uns einiges erlebt. Wir waren nicht die „normalen“ Gäste, die er sonst hatte. So waren die Kids ganz heiß darauf, zum Books Off zu gehen, um Pokemonkarten zu kaufen. Flo fand dort sogar einen Go-Tisch, der er sich gönnte. Der ist gar nicht so klein und echt schwer, da aus massiven Holz. Den Blick unseres „Hosts“ werde ich nie vergessen, als wir ihm den Go-Tisch zeigten. Dann wollten wir „nur kurz“ in der Bank das von den Kindern gesammelte Kleingeld (5 Yen Stücke) in der Bank wechseln. Die Leute dort starrten nur verständnislos auf das Geld, da es dadurch, dass es im Meer lag, eine leichte antike Färbung angenommen hatte. Sie murmelten etwas peinlich berüht, dass sie nur „sauberes Geld“ annehmen würden.
Als wir ihn dann fragten, wo man Shuriken kaufen könnte, meinte er, dass wir diese jedoch auf keinen Fall ins Handgepäck nehmen dürften! Und er zeigte uns einen Laden, in dem es welche gab.
Als wir dann noch fragten, ob wir den Reiskocher verwenden könnten, waren sie sehr überrascht. Wir wollten Onigiri selber machen und hatten im Supermarkt einfach die Verkäuferin gefragt, welchen Reis wir denn am besten nehmen sollten. (Es gab nämlich eine ganze Regalwand mit verschiedenen Reissorten, die für uns alle gelich aussahen).
Unser Onigiri war wirklich lecker und wir machten auch welche für unsere Gastfamilie. Die drei kleinen Enkelkinder (2, 4 und 6) waren recht offen und spielten mit unseren Jungs. Cayo fand es schön, mal wieder großer Bruder spielen zu können.
Als ich zum Abschied meinte, dass wir wohl die seltsamten Göste waren, die sie je beherbergten, lachten sie laut auf. Und Flo meinte, dass er wohl Bücher darüber schreiben könne, was er mit den Gästen so alles erlebt.