Abschied und Aufregung

Hisayoshi war so lieb und fuhr uns zum Flughafen nach Narita. Yuko musste arbeiten (das Schulsportfest fand an einem Samstag statt, so dass sie später mit dem Zug nachkommen wollte, um sich von uns zu verabschieden).

Da Zama ganz am anderen Ende von Tokio liegt, bekamen wir eine Stadtrundfahrt durch Tokio. Da wir in Tokio nur in zwei Stadtteilen (Shinjuku und Shibuya) waren, haben wir Tokio gar nicht als diese monströse Stadt erlebt. Als wir nun jedoch durch die Stadt fuhren, meinte Flo zu mir: „so hatte ich mir immer Tokio vorgestellt, wie du es beschrieben hattest!“. Und es ist auch dieses hektische, volle Tokio, voller Straßen, Autobahnen, Hochhäusern, in dem ich damals gelebt habe und das wir diesmal gar nicht gesehen hatten.

Wir kamen recht früh am Flughafen an und checkten dann gleich bei Quantas ein. Bzw. wollten einchecken, als wir dann erfuhren, dass wir zu entspannt waren, denn wir hatten verpennt, für Australien Visa zu beantragen! Zum Glück spazierte die Quantasmitarbeiterin mit uns zu einem Reisebüro, bei dem wir ein E-Visa beantragen komnten. Bezahlt wurde in Cash und in 30 Minuten wären die Visa da. Theoretisch! Beim Ausfüllen der Formulare hatte die Reisebürofrau leider meinen Namen falsch geschrieben und statt Florentine nur Florentin geschrieben. Das war nun ein echtes Problem! Die Zeit wurde nun auch immer knapper und unser Zeitpuffer war gänzlich flöten gegangen….. So wurde im autralischen Immigration angerufen, ob ich auch nur mit einem Floretin Visum einreisen dürfte. Schließlich und endlich hatte ich dann noch einen Sonderschrieb erhalten.

Was bin ich froh, dass wir bald keine Visa mehr beantragen müssen, kein Immigration, keine Fingerabdrücke und Fotos bei der Einreise … sondern uns frei bewegen können! Es lebe Europa!

Nun warteten wir noch auf Yuko, die gerade noch rechtzeitg angerannt kam, um uns zu verabschieden. Und dann ging es auch gleich in die Security Zone…. Trotz des schnellen und hektischen Abschieds war es mir wirklich sehr, sehr schwer ums Herz und der Gedanke daran, Yuko und ihre Familie frühestens in zwei Jahren wiederzusehen machte mich echt traurig.