Fazit Japan

Japan das Land von Tradition und Moderne. Durch die Kinder lernte ich noch ganz neue Seiten kennen (Ninjas, Samurai, Mangas, Pokemon,….) die ich in meinen bisherigen Japanaufenthalten immer tunlichst vermieden hatte. So habe ich nun ein umfassenderes Bild bekommen. Hinzu kommt, dass ich diesmal als Familie unterwegs war und nicht mehr als junge Studentin. Mir wurde viel mehr bewusst, wie sehr sich viele Japaner nur auf ihre Insel konzentrieren und nicht allzu weltoffen waren. Ich empfand es auch ziemlich ernüchternd, dass für viele Menschen ihr Weg genau vorgezeichnet ist und kaum Platz für sich selber Ausprobieren bleibt. Damals ist mir das gar nicht so sehr bewusst geworden. Heute und wohl auch durch unsere enorme Freiheit durch die Weltreise hat sich bei mir diese Priorität verschoben. Freiheit ist einer meiner wichtigsten Grundwerte, so dass ich in Japan mit diesem Thema immer wieder konfrontiert wurde: die eigene Freiheit und das Zusammenleben mit vielen Menschen auf engem Raum.

Ich habe die Zeit mit Yuko und Hisayoshi sehr genossen, den Austausch über so viele verschiedene Themen und auch die Begegnung mit so vielen liebenswerten Menschen, die wir wöhrend unserer Zeit hier kennen gelernt haben. Ich habe wieder große Lust, mal wieder mehr für mein Japanisch zu tun und tiefer in das traditionelle Japan einzutauchen, es gibt da noch so viele Dinge, die ich an dieser Kultur sehr spannend finde.

Etwas anstrengend fand ich das Angepasstsein und wie viele Japaner es schaffen, sich in der Masse (sei es in der Bahn, auf der Rolltreppe,..) unsichtbar zu machen, sich völlig in sich zurückziehen und gar nichts mehr von der Außenwelt wahrnehmen (wie bspw. ein älterer Mann, dem man einen Platz in der Bahn anbieten könnte). Japan bleibt für mich ein faszinierendes Land mit vielen Gegensätzen im Positiven wie im Negativen.