Wir haben hier die ganze Bandbreite, was Australien zu bieten hat: wilde Känguruhs, die hier auf den Wisen herumhoppeln. In der Nähe von Reves Schule sitzen sie und warten immer auf die 11 Uhr Pause, weil sie dann wissen, dass sie etwas von den Pausenbroten der Kinder abbekommen. Dort sind die Känguruhs wirklich sehr zutraulich. Dann gibt es noch „unsere Känguruhwiese“, an der wir meist vorbeifahren, wenn wir in das nächste Städtchen fahren. Dort sind zu 90% immer jede Menge Känguruhs anzutreffendie jedoch etwas scheuer sind und dann gibt es noch den Golfplatz, auf dem sich die Tiere versammeln und einfach so voll entspannt in der Gegend herumliegen, sich genüßlich kratzen oder vor sich hinfressen. Joe meinte, dass man beim Golfspielen machnaml wirklich um sie herumspielen müsste, weil sie einfach liegenbleiben.
Koalas gibt es (laut Straßenschilder) wohl auch. Geshen hatten wir keine, dennoch war allein der Anblick eines solchen Roadsigns schon nett. Wilde Pferde, Brumbys, gibt es hier auch, nicht nur auf den Schildern, sondern in echt! Da ihr Lebensraum immer weiter abnimmt, wird auch die Anzahl der Tiere immer kleiner.
Bei Carmel und Joe zu Hause lebt rund ums Haus ein Oppossum, das man nachts auf der Dachterrasse rumoren hören kann. Dazu noch alle mögliche Vogelarten: den Magpie, Möwen, den grün-bunten Regenbogenlori (unser Lieblingsvogel), den Pelikanen und natürlich auch der Kookaburra, der auf deutsch auch lachender Hans genannt wird. Der Kookaburra, der zu den Eisvögeln gehört, ist leicht an seinem lachenden Gezwitscher zu erkennen. In der Mythologie der Aborigines lachen die Kookaburras morgens sehr laut, um die Menschen zu wecken, so dass sie den Sonnenaufgang nicht verpassen. Ich finde es immer wieder aufs Neue so schön, ihrem Lachen zu lauschen und all den anderen Tiergeräuschen – hier ist eben viel Natur um einen rum.